Diskussionsreihe Středa, 12. Prosinec 2018 in
Dresden

Was zu tun ist - Für einen modernen Feminismus

Im Rahmen der Reihe "Was zu tun ist"

Tvůrkyně/tvůrce: Elif Kücük. All rights reserved.
Datum, čas
St, 12. Pro 2018,
7:00 pm Uložit v mém kalendáři
Pořadatel/ka
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)

Die feministische Bewegung steht aufgrund von sexistischen, rassistischen und homophoben Ansichten, Extremismus und einem rechten Backlash, der die bisherigen feministischen Errungenschaften rückgängig machen will, vor großen Herausforderungen. Doch auch innerhalb der feministischen Community gibt es Ausgrenzungen, die das gemeinsame Streben für Gleichberechtigung erschweren. Wir wollen daher der Frage nachgehen, wie eine feministische Bewegung Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, aus unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen und Glaubensrichtungen, Frauen mit und ohne Behinderungen als auch Homosexuelle, Queers, Trans- und Intersexpersonen vereinen kann.

Mit Kübra Gümüşay werden wir daher diskutieren, wie ein moderner Feminismus gelebt werden kann, der die Vielfalt und Verwobenheit der Diskriminierungsformen anspricht und mit geeinter Stimme für mehr Gleichberechtigung einstehen kann. Kübra Gümüşay stellt hierfür mehrere Handlungsanweisungen auf:

  1. Wachsam, laut und gemeinsam! Mehr Vielfalt im Feminismus
  2. Wohlwollen - Pluralität an Lösungsansätzen tolerieren, um handlungsfähig zu bleiben
  3. Sich nicht an den Hass gewöhnen, aber trotzdem optimistisch bleiben und aktiv die Gesellschaft mitgestalten
  4. Arbeitsteilung - nicht jeder muss auf die Kommentare der AfD und rechtspopulistische Aussagen eingehen
  5. Emanzipation der Gutmenschen - eigene Agenda setzen
  6. Pluralen Blick auf die unterschiedlichen Perspektiven in der Vergangenheit werfen

Kübra Gümüşay, Autorin und Aktivistin, schreibt und referiert zu den Themen Internet, Politik, Feminismus, Rassismus und Islam. Sie ist u.a. Co-Gründerin der Kampagne #SchauHin gegen Alltagsrassismus, des feministischen #Ausnahmslos-Bündnisses gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus, sowie Initiatorin der Kampagne #OrganisierteLiebe für mehr Liebe, Wohlwollen und gesunde Streitkultur im Netz. Ihr Blog ein-fremdwoerterbuch.com wurde 2011 für den Grimme Online Award nominiert. Das Magazin Forbes zählte sie 2018 zu den Top 30 unter 30 in Europa im Bereich Media und Marketing.

Ort: Staatsschauspiel  |  Kleines Haus  |  Glacisstraße 28 | Raum KH3
Der Raum ist barrierefrei zu erreichen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Was zu tun ist". Eine Übersicht über alle dazugehörigen Veranstaltungen ist hier zu finden.

Studierende können sich die Veranstaltung durch einen Teilnahmeschein und eine Klausur für das Aqua-Modul anrechnen lassen.

Die Reihe ist eine Kooperation zwischen den Professuren für Internationale Politik und der für Didaktik der politischen Bildung an der TU Dresden, dem Staatsschauspielhaus und Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.

Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.