Dienstag, 10. Dezember 2013

Achtung: Freund scannt mit!

Wie können wir uns schützen?

Datum, Uhrzeit
Dienstag, 10. Dezember 2013, 19.30 Uhr

Diskussion zur NSA, Geheimdiensten, Snowden und einiges mehr
 

Die Enthüllungen des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden über eine angeblich massenhafte und illegale Datenspeicherung durch den US-Geheimdienst NSA hat eine Welle der Empörung in Deutschland ausgelöst. Darüber hinaus scheinen sich viele Befürchtungen zu bestätigen, wie die „Datenkraken“ Google, Facebook und Co., die viele von uns mit ihren persönlichsten Informationen füttern, mit dem Schutz dieser Daten umgehen.

Amerikas Medien und Bürger reagieren kühler. Was ist der Hintergrund dafür? Ist das Bedürfnis nach Datenschutz in den USA weniger ausgeprägt? Treffen Deutsche eine andere Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit vor Terror?
Welche Konsequenzen ergeben sich daraus zwischen den Beziehungen zwischen Deutschland und den USA? Welche Möglichkeiten haben die deutsche und europäische Politik, sichere(re) Standards für Datenschutz, den Schutz der persönlichen Informationsfreiheit und gegen (Industrie-) Spionage zu schaffen?

Darüber wollen wir mit Christoph von Marschall diskutieren, einem Experten für die Kulturunterschiede auf beiden Seiten des Atlantiks. Er lebte in den vergangenen acht Jahren als White-House-Korrespondent des Tagesspiegel in Washington und ist Autor u.a. folgender Bücher:
"Der neue Obama. Was von der zweiten Amtszeit zu erwarten ist", Orell Füssli, Zürich 2012
"Was ist mit den Amis los? Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben", Herder Verlag, Freiburg 2012

Uns interessiert aber nicht nur das Wirken von amerikanischen Geheimdiensten: Der Bundesnachrichtendienst arbeitet eng mit der NSA und dem britischen Geheimdienst GHCQ zusammen. Recherchen des ARD-Magazins FAKT lassen vermuten, dass  „ auch der BND Zugriff auf die großen Internetknoten hat und (greift) dort große Mengen von Kommunikationsdaten abgreift. Auch ist bekannt, dass der deutsche Geheimdienst über Software zur Auswertung der gewonnenen Kommunikationsdaten verfügt.“ Begründung: Der Datenverkehr fließe über Internationale Knoten, sei damit Auslandskommunikation und dürfe überwacht werden…

Welche politischen Initiativen sind notwendig, um sich davor zu schützen und die Nutzung des Internets in Deutschland und Europa sicherer zu machen? Individuelle Verschlüsselung von E-Mails ist sicher machbar, wird jedoch von kaum jemandem genutzt. Was ist von der Initiative der deutschen Telekom für ein sicheres Internet in Deutschland („clean pipe“) zu halten?
Hier eine Zusammenfassung der Geschichte