Alle Menschen werden Dresdner*innen – es geht ums migrationsgesellschaftliche Ganze!

Alle Menschen werden Dresdner*innen – es geht ums migrationsgesellschaftliche Ganze!

Öffentliche Auftaktveranstaltung mit Paul Mecheril, Shadi Rajabi, Tobias Linnemann

Ausstellung von Forschungsprojekten von Studierenden der TU Dresden
Vorstellung der Workshops der Veranstaltungsreihe
anschließend Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Paul Mecheril, Shadi Rajabi, Tobias Linnemann
im Rahmen "Migration Zugehörigkeit Bildung" - Veranstaltungsreihe von September bis Dezember 2017

PROGRAMM

18:00 -18:45 Uhr  Ausstellungsparcours und Vorstellung der Workshops : 10 Stationen
Vorstellung der 5 Forschungsprojekte aus dem Forschungsseminar ‚Mediale Dimensionen der Migrationsgesellschaft‘ von Prof. Dr. Heike Greschke (TU Dresden), einer Audioinstallation  entstanden im Seminar ‚Urbane Studien - Antirassistische Methoden in der Bildungsarbeit‘ von Kathrin Krahl (TU Dresden)

18:45 – 19:00  Veranstaltungseröffnung
Grußwort: Irma Castillo // Stadt Dresden – Büro der Ausländer- und Integrationsbeauftragten
Einführung: Anna Nikolenko // LAG pokuBi Sachsen e.V. und Kathrin Krahl // Weiterdenken – HBS Sachsen e. V.

19:00 – 21:00 Alle Menschen werden Dresdner*innen - es geht ums migrationsgesellschaftliche Ganze!
Podiumsgespräch mit:
Prof. Dr. Paul Mecheril // Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC)
Shadi Rajabi // Graduiertenkolleg ‚Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen‘
Tobias Linnemann // Graduiertenkolleg ‚Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen‘

ORT: Neues Rathaus Dresden (Plenarsaal), Rathausplatz 1, Goldene Pforte

Wie alle größeren Städte in Deutschland ist Dresden eine Stadt der Migration. Als Tourismusmagnet, Technologiezentrum oder mit ihrer Exzellenzuniversität ist die Stadt in transnationale Bezüge eingebettet. Aber auch jenseits des globalisierten Standortwettbewerbs, etwa aufgrund der weltumfassenden Krisen und Not, wird Dresden durch Migration geprägt und umgestaltet. Dennoch wurde Dresden lange Zeit nicht als eine Stadt wahrgenommen und repräsentiert, für welche Erfahrungen und Dynamiken der Migration bedeutsam sind. Auch eine angemessene Thematisierung von Dresden als einer Stadt, die - in ihrer langen Geschichte und in der Gegenwart – permanent auch durch migrantische Akteur*innen geformt und verändert wird, bleibt noch aus.
Dabei prägen Prozesse und Praxen, in welchen sich Akteur*innen der Stadt unabhängig vom ihnen zugeschriebenen Status Rechte als Bürger*innen erkämpfen, aber auch zugehörig gemacht werden, nachhaltig das gesellschaftliche Selbstverständnis. Soziale Bewegungen, migrantische Selbstorganisationen und städtische Aneignungspraxen ‚von unten‘ spielen hier eine genauso wichtige Rolle wie die stadtpolitischen Agenten und die etablierten Kultur- und Bildungsinstitutionen der Stadt.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe möchten wir uns mit Dresden als Stadt der Migration aus verschiedenen Blickwinkeln auseinandersetzen. Wir laden städtische Akteur*innen -  Verwaltung, Institutionen und Initiativen - zu einem Austausch über Konzepte und Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Stadt, Migration und Zugehörigkeit ein. Es wird zum einen darum gehen, die - möglicherweise noch unsichtbaren – Prozesse, Praxen und Räume des Rechte-Nehmens und Zugehörig-Machens in Dresden und in den anderen Städten in Deutschland in den Blick zu nehmen. Zum anderen möchten wir Kollaborationen stärken, um zusammen eine vielfältige und nachhaltige, Stadt- und Akteur  verändernde, auf zeitgemäße Solidarität gründende (Stadt-) Bildungsarbeit zu gestalten.

 

Eine Veranstaltung von LAG pokuBi Sachsen e. V., Projekt ‚Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt‘ in Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e. V.
Weitere Kooperationspartner sind RomaRespekt - Lokalrecherchen & Empowerment, Stadt Dresden – Büro der Ausländer- und Integrationsbeauftragten, Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden (ZfI), CMC – Center for Migration, Education and Cultural Studies der Universität Oldenburg, Deutsches Hygienemuseum Dresden