Filmvorführung Donnerstag, 15. November 2018 – Sonntag, 18. November 2018 in
Berlin

Arabische Filmtage: Hidden Life, Hidden Love

Sexualität, sexuelle Selbstbestimmung und Diskriminierung im arabischen Film

Upon the Shadow . Urheber/in: Ikbal Arafa Upon the Shadow . All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Do., 15. Nov. 2018, 19.30 Uhr  –
So., 18. Nov. 2018, 23.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
8 €, ermäßigt 6 €
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

!!Der Kartenverkauf beginnt ab 1. November!!

Die Filme der 5. arabischen Filmtage der Heinrich-Böll-Stiftung handeln von Geschichten und Identitäten, von Sexualität, sexueller Selbstbestimmung und Diskriminierung in der Arabischen Welt. Zwar hat sich im Laufe der letzten Jahre die Lage von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und intersexuellen Menschen verbessert, dennoch werden solche Identitäten zu oft noch tabuisiert, wenn nicht gar als Verbrechen angesehen - und das nicht nur im Nahen Osten und in Nordafrika. Wer in diesen Regionen nicht in die gesellschaftlichen Regeln und Normen passt, wird häufig bestraft, eingesperrt, gefoltert – und in einigen Ländern auch hingerichtet.

Die Arabischen Filmtage zeigen eine Reihe eindrücklicher Dokumentationen, Kurzfilme und Spielfilme, von denen die meisten hier ihre Berlin-Premiere erleben werden. Diese Filme bieten einen Einblick in die alltägliche Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern, die sich dem Konformitätsdruck der Regeln und Normen arabischer Gesellschaften verweigern. Und sie zeigen Menschen, die die Hürden des alltäglichen Lebens mit Mut und Kraft angehen – Männer und Frauen, die ihre Spielräume nutzen und sich aktiv in ihre Gesellschaften einmischen, die sexuellen Identitäten und Geschlechtsidentitäten jenseits der „üblichen“ Normen äußerst ablehnend gegenüberstehen. Bekannte und neue Filmemacher aus Marokko, Tunesien, Palästina, Jordanien, dem Libanon und den VAE entwerfen ein Kaleidoskop der großen Vielfalt an mutigen Frauen und Männern in der Arabischen Welt – in Filmen, die mitreißen, anregen und nachdenklich machen.

Die arabischen Filmtage der Heinrich-Böll-Stiftung bieten öffentliche Aufführungen mit persönlichen inputs und Q&As in- wie ausländischer Filmschaffender und zudem eine öffentliche Podiumsdiskussion. Das umfassende Programm präsentiert spannende, berührende und mitreißende Filme, die in ihrer eigenen Sprache einen Beitrag zu mehr Toleranz und mehr Pluralismus in Nahost und Nordafrika leisten.

Es ist mehr als die Nähe zum Sujet, was diese Filme - guten Film als Medium überhaupt - auszeichnet: Es ist die Universalität einer bestimmten Bildsprache, eines besonderen Humors und der Art, eine Geschichte wiederzugeben, die den Zuschauer einfängt und ihm eine weit entfernte Wirklichkeit näherbringt, verstehen lässt. Oder, um es mit den Worten des tunesischen Altmeisters der Regie, Ridha Behi, aus einem Gespräch mit Berliner Publikum nach einer Filmvorführung zu zitieren:

„Erfreut und zutiefst berührt hat mich vor allem, dass Sie, ein Berliner, ein westliches Publikum, an exakt denselben Stellen gelacht haben wie die Zuschauer in meinem Heimatland Tunesien – dies beweist einmal mehr, was gutes Kino zu leisten vermag: es verbindet“.

Ort: Kino in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

Tickets: 8 €, ermäßigt 6 € Kartenverkauf ab 1. November zu den täglichen Kassenöffnungszeiten und online: www.cinestar.de/de/kulturbrauerei Keine zusätzliche Anmeldung erforderlich

Info:
Birgit Arnhold, arnhold@boell.de 

Kurator: Rabih El-Khoury

Details zu Programm, Filmen und Regisseur/innen unter boell.de/filmtage.
Hier finden Sie auch aktuelle Infos bei kurzfristigen Programmänderungen.

Alle Vorführungen finden statt im Kino Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

Verkehrsverbindungen: U-Bahn: U2 Eberswalder Straße; Tram: M1, M10, M12 Eberswalder Straße


Tipp:

17. November 2018, 17.00 Uhr

» http://on.boell.de/podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion im Palais in der Kulturbrauerei im Rahmen der arabischen Filmtage mit:

  • Amina Sboui, Aktivistin aus Tunesien, Protagonistin des Filmes „Upon the shadow“
  • Lara Zeidan, Regisseurin des Filmes „Three Centimetres“, Libanon
  • Eliane Raheb, Film-Expertin aus dem Libanon

Moderation: Sarah Kohrt, Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Weitere Informationen

  • Flyer