Auf der Spur der Menschenrechte durch Kreuzberg - ein Stadtspaziergang

Auf der Spur der Menschenrechte durch Kreuzberg - ein Stadtspaziergang

Schwerpunkt: Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde im Jahr 1948 von der UNO verabschiedet, drei Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus. Vor dem Hintergrund der NS-Verbrechen haben sich die Vereinten Nationen damals darauf verständigt, den wirksamen Schutz der Menschenrechte zu einer der wichtigsten Grundlagen der Arbeit der Weltorganisation zu machen. Die Verwirklichung der Menschenrechte ist seither eine rechtlich verpflichtende Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft.

Die UN-Menschenrechtsverträge sollen die Vielfalt der Menschenrechte sichern, ob es sich nun um den Schutz vor Diskriminierungen aller Art handelt oder um die Rechte von Frauen, von Kindern, von Menschen mit Behinderungen und von Flüchtlingen. Die Weiterentwicklung der Menschenrechte ist eine gemeinsame Lernerfahrung, zu der alle beitragen können, das gilt international und vor Ort. Gerade in Kreuzberg gibt es zahlreiche Initiativen und soziale Bewegungen, die sich für dieses Ziel einsetzen. Deshalb kann, wer durch Kreuzberg flaniert, viel über die Menschenrechte lernen.

Seit 2013 bietet das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung den Stadtspaziergang „Auf der Spur der Menschenrechte“ an. Es hat auch eine begleitende Broschüre zu diesem Thema herausgegeben.

Bei jedem Menschenrechts-Spaziergang werden neue, aktuelle Gesichtspunkte beleuchtet und gemeinsam besprochen. So kritisierte beispielsweise das UN-Komitee zur Beseitigung jeder Form rassistischer Diskriminierung (CERD) im Jahr 2015 den Bericht Deutschlands über den Stand der Überwindung des Rassismus hierzulande. Dieses und andere Menschenrechtsthemen werden an verschiedenen Beispielen erläutert.

Was manchmal vergessen wird: schon in der UN-Menschenrechtserklärung von 1948 sind neben den Schutzrechten (Beispiel: Verbot der Folter) und den Beteiligungsrechten (Beispiel: Meinungs- und Pressefreiheit) auch die Wirtschaftlichen, Sozialen und Kulturellen Menschenrechte (Beispiel: das Recht auf eine bezahlbare Wohnung) enthalten. Auch darüber soll auf dem Spaziergang informiert werden.

Referent:
Martin Forberg (MA Neuere Geschichte, Dozent und freier Journalist, Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung)

Anmeldung unter: lazova@bildungswerk-boell.de

Falls Sie Wünsche zur barrierefreien Teilnahme haben, melden Sie sich bitte unter lazova@bildungswerk-boell.de oder telefonisch unter 030/308 779 485.

Treffpunkt wird nach Anmeldung mitgeteilt.

Diese Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin realisiert.