Aus der Reihe „Europa neu denken“: Herausforderung für Europa: Rechtspopulismus in Zeiten der Krise

Aus der Reihe „Europa neu denken“: Herausforderung für Europa: Rechtspopulismus in Zeiten der Krise

Buchvorstellung und Diskussion

In Krisenzeiten lassen sich Ängste schüren. Viele Bürgerinnen und Bürger in Europa sind verunsichert und haben das Bedürfnis nach Abschottung. Es verwundert daher nur wenig, dass in diesen Zeiten Parteien, die auf nationale Identität, Abgrenzung und Fremdenfeindlichkeit setzen, Aufwind bekommen. Ungarn, Griechenland, Finnland und die Niederlande sind nur einige Beispiele dafür. Die rechtspopulistische Antwort auf die Krise setzt auf nationale Ressentiments und fremdenfeindlichen Nationalismus.

Der derzeitige Erfolg rechtspopulistischer Parteien trifft die Europäische Union ins Mark. Er stellt uns vor wichtige Fragen nach einer gemeinsamen europäischen Identität und nach gelebter Demokratie, Solidarität und Gerechtigkeit. Es wird deutlich, dass die Suche nach soliden und gemeinschaftsorientierten Antworten hierauf besonders in Krisenzeiten zur Kernaufgabe der Union wird.

Grundlage der Abendveranstaltung ist der von der Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit der Green European Foundation, der Grünen Bildungswerkstatt und dem Bureau de Helling Mitte 2012 herausgegebene Band „Rechtspopulismus in Europa“. Am Beispiel Griechenlands sollen zudem die Auswirkungen der Krise auf die demokratische Landschaft des Landes beleuchtet werden.

Wie funktioniert Rechtspopulismus? Mit welchem Weltbild und welchen Stereotypen arbeiten rechtspopulistische Parteien? Wie werden hierbei Minderheiten instrumentalisiert?

Wer ist für die rechtspopulistische Ideologie besonders anfällig? In welchem Zusammenhang stehen Sparmaßnahmen, Arbeitslosigkeit und Sozialabbau einerseits und das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte in Europa andererseits, besonders in Griechenland? Welche Rolle spielt hierbei die hohe Jugendarbeitslosigkeit, wie sie derzeit in Griechenland, Spanien und Portugal herrscht?

Was sind Parallelen und Unterschiede zwischen den Entwicklungen in Griechenland und Mittelosteuropa, insbesondere Ungarn?

Welche Strukturen der Europäischen Union begünstigen rechtspopulistische Tendenzen? Wie kann und wie sollte die Europäische Union auf die rechtspopulistischen Entwicklungen reagieren?