Gespräch Mittwoch, 16. Mai 2018 in
Dresden

B-Europe – Für wen sind die Städte Europas?

Urheber/in: Frauke Wetzel. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mi., 16. Mai 2018,
20.00 In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)

Sauber, sicher, trocken – so hätten wir sie gern unsere deutschen, unsere europäischen Städte. Bettler und Bettlerinnen stören die Fassade genauso wie informeller Straßenhandel. Die beiläufige Gegenwart kolonial-rassistischer Geschichte im Straßenbild dagegen stört uns kaum. Stefan Schönfelder, Weiterdenken- Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen befragt Dr. Noa Ha, Leiterin des Zentrums für Intergrationsstudien an der TU Dresden, zu den erinnerungspolitischen Auseinandersetzungen über öffentliche Räume in den Städten Deutschlands und Europas. Welche kolonial-rassistischen Spuren und städtische Zeugen gibt es? Was sagen die kolonialen und rassistischen Spuren über unsere Gesellschaften? Wie und warum verändert sich der Blick auf diese Spuren? Gibt es eine europäische Öffentlichkeit, die sich damit auseinandersetzt? Was sagen die Debatten über den Zustand und die Perspektiven Europas?

Noa K. Ha (Dr.-Ing.) ist gelernte Landschaftsgärtnerin, studierte Landschaftsplanerin und promovierte an der Fakultät Planen Bauen Umwelt der TU Berlin. Die asiatisch-deutsche Wissenschaftlerin arbeitet interdisziplinär aus einer rassismuskritischen und dekolonialen Perspektive zur Kolonialität europäischer Städte. Seit Beginn dieses Jahrs arbeitet sie an der TU Dresden als Leiterin des Zentrums für Integrationsstudien. Zuvor lehrte und forschte zuvor am Center for Metropolitan Studies, TU Berlin, und an der Humboldt Universität Berlin. Zudem engagiert sie sich gesellschaftspolitisch im Bereich der migrantischen Selbstorganisation: seit mehreren Jahren ist sie im Vorstand des Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V. (MRBB) tätig und sie engagiert sich im asiatisch-deutschen Netzwerk korientation e.V..
Zu ihren Publikationen zählen: „Decolonize the City! Zur Kolonialität der Stadt – Gespräche | Aushandlungen | Perspektiven“, Zwischenraum Kollektiv (Hg.). Unrast Verlag. Münster (2017). „Straßenhandel in Berlin. Öffentlicher Raum, Informalität und Rassismus in der neoliberalen Stadt“. Bielefeld: transcript Verlag (2016). „Street Vending in the Neoliberal City. A Global Perspective on the Practices and Policies of a Marginalized Economy“. Graaff, Kristina und Noa Ha (Hrsg.). New York: Berghahn Books (2015). ‚Wer ist in der Stadt? Rassismus und Stadt. Zülfukar Çetin im Gespräch mit Noa Ha‘, in: „Gespräche über Rassismus – Perspektiven & Widerstände“. Zülfukar Çetin und Savas Tas (Hrsg.), Berlin: Verlag Yilmaz-Günay (2015). ‚Kritisches Weißsein‘, mit Andreas Schneider, in: „Handbuch Kritische Stadtgeographie“. Bernd Belina, Matthias Naumann und Anke Strüver (Hrsg.). Münster: Westfälisches Dampfboot (2014). ‚Perspektiven urbaner Dekolonisierung: Die europäische Stadt als ‚Contact Zone‘‘. In: „s u b \ u r b a n. zeitschrift für kritische stadtforschung“. Bd.2, Heft 1 (2014).

Ort
HOLE OF FAME
Königsbrücker Straße 39

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Festivals B-Europe des HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Gesamtprogramm hier.