Bildungsreise Samstag, 26. Mai 2018 – Samstag, 02. Juni 2018 in
Barcelona

Barcelona - Stadt des Wandels?

Eine Metropole macht sich auf den Weg

Datum, Uhrzeit
Sa., 26. Mai 2018, 09.00 Uhr  –
Sa., 02. Juni 2018, 13.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Spanisch
Veranstalter/in
Landesstiftung Baden-Württemberg

Die Metropolen unserer Tage sind Brenngläser globaler Problemlagen und Entwicklungstendenzen. Hier zeigen sich Umbrüche in der Wirtschaft, wird Industrieleerstand kreativ umgewidmet, müssen Lösungen für Migration gefunden werden, wirkt Luftverschmutzung besonders belastend.

Die katalanische Metropole Barcelona ist, wie kaum eine andere Großstadt in den letzten Jahren, zu einem beliebten Touristenziel geworden. Die meisten Besucher beschränken ihren Aufenthalt aber auf wenige Tage und besuchen nur die Highlights. Die Stadt hat aber viel mehr zu bieten als die Ramblas und Tapas. Mit anderen spanischen Städten wie Madrid oder Cádiz hat sich Barcelona auf den Weg gemacht, neue politische Formen und Inhalte zu erproben.

In diesen „Ciudades del Cambio“ (Städte des Wandels) regieren seit den Kommunalwahlen 2015 progressive Koalitionen aus linken und grünen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Wir machen uns auf die Suche vor Ort: Welche Entwicklungen hat Barcelona in Architektur, Kultur, Stadtentwicklung, Sozial- und Umweltpolitik durchlaufen. Wie hat es die Wirtschaftskrise nach 2008 bewältigt? Welche sozialen und politischen Kräfte sind heute wirksam? Wie wirkt sich die Unabhängigkeitsbewegung auf die Stadt aus? Was bewegt diese faszinierende Metropole?

Wir werden uns mit der Stadtgeschichte beschäftigen sowie mit Architektur und Stadtentwicklung, der Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts nachspüren, die Bauten des Jugendstilarchitekten Antoni Gaudí besuchen wie u.a. die Sagrada Familia. Aber auch das 20. Jahrhundert in der Stadt kommt nicht zu kurz, die Weltausstellung von 1929 mit dem berühmten Barcelona-Pavillon von Mies van der Rohe zum Beispiel. Auch Republik und Bürgerkrieg haben ihre Spuren hinterlassen – Barcelona war die Stadt, in der der „kurze Sommer der Anarchie“ seinen Ort hatte. Dazu kommen die Bauten anlässlich der Olympiade von 1992, die das Gesicht von Barcelona grundlegend verändert haben. Und auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich architektonisch viel getan in der Stadt, was durch die Krise seit 2008 leider zum Erliegen kam. Wir wollen uns die neuen Orte der Kreativität ansehen ebenso wie die schöne neue Bauwelt des Poblenou, wo gerade eine gigantische Industrieruine zum ultimativen Hightechviertel umgekrempelt wird.

Aber auch die Politik wird uns intensiv beschäftigen. So ist vorgesehen, uns mit Abgeordneten zu treffen, um u.a. mehr über den Umgang mit Geflüchteten zu erfahren, der sich in Barcelona unterscheidet von anderen Städten in Spanien. Wir möchten wissen, warum es in Spanien – anders als in anderen europäischen Ländern - keine rechten Parteien gibt und in welchem Zustand sich die politische Situation insgesamt befindet nach den erneuten Wahlen in Katalonien.

Das genaue Programm, zu dem natürlich auch die Möglichkeit gehören wird, u.a. Märkte und Museen zu besichtigen, ist noch im Entstehen.

Sa, 26. Mai - Sa, 2. Juni (mit eigener Anreise)

LEITUNG:

Jutta Höcht-Stöhr, Evangelische Stadtakademie München
Gesa Tiedemann, Petra-Kelly-Stiftung, München
Dr. habil Andreas Baumer, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

KOSTEN:

989 €, EZ-Zuschlag pro Nacht 70€ - 
der Reisepreis beinhaltet:
Hotel (Ü + F), Reiseleitung, Honorare, Eintritte, zwei gemeinsame Abendessen


Eigene Anreise! Selbstorganisierte Verlängerung möglich.