Baustelle Demokratie – wie viel Volk verträgt die Politik?

Baustelle Demokratie – wie viel Volk verträgt die Politik?

Verstehen Sie? Disput im Stadtgarten
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Mehr direkte Demokratie wagen – das fordern viele, zuletzt bei den Debatten um TTIP und CETA. Oft fühlen sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Sorgen und Problemen von den Parteien nicht mehr wahrgenommen und demzufolge auch nicht mehr gut vertreten. Sie glauben, dass es statt um ihre Interessen nur um Lobbypolitik ginge und um die Interessen der Konzerne. Sie fordern mehr Mitsprache- rechte und Gestaltungsmacht. Die Lösung: Volksentscheide – die Menschen entscheiden selber. Das klingt sinnvoll, aber man muss nicht weit in die Vergangenheit schauen, um Zweifel zu bekommen. Beim Brexit nutzten die Rechtspopulisten das Referendum für sich. In Deutschland ist es die AFD, die sich für Volksentscheide aus- spricht. Anlass zur Sorge, dass gesellschaftliche Konflikte noch stärker populistisch aufgeladen werden?

Wir fragen: Wie kann Politik für eine breite Mehrheit attraktiver werden? Welche Entscheidungen sollen in den Parlamenten gefällt werden, welche von Bürgerinnen und Bürgern? Welche Methoden und welche Themen eignen sich für eine direkte Beteiligung? Kurz: Wie viel Mitbestimmung hält die Demokratie aus? Und was bedeutet dies für die Parteien? Kann es einen neuen Dialog zwischen Parteien und den von ihnen vertretenen Menschen geben?

Im Anschluss an den Disput gibt es Musik vom DJ.

Referent*innen:
Mona Neubaur, Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen NRW  
Alexander Trennheuser, Geschäftsführer Mehr Demokratie e. V. NRW

Moderiert wird die Veranstaltung von Nadine Mena Michollek.

Veranstaltungsort:
Studio 672 des Stadtgartens
Venloer Str. 40,
50672 Köln