Sonntag, 26. März 2017 in
Heidelberg

"...bevor es zu spät ist" - Das Theaterstück Bruderkampf und Extremismus-Prävention in Baden-Württemberg

Datum, Uhrzeit
Sonntag, 26. März 2017, 20.00 Uhr
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Teilnahmegebühren
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Karten für das Stück erhältlich unter: RNZ-VVK 06221- 5191210 oder reservix.de Preise: VVK 15, – /12, – € + VVK-Gebühr // an der AK 18, – /14, –€ Schüler- und Studenten-Gruppenpreise ab 10 Pers. 10,- €
Veranstalter/in
Externe Veranstaltung

Warum radikalisieren sich immer öfter  junge Männer, die aus säkulären Familien stammen? Welche Rolle spielen Identität und ein Leben in der Fremde? Wir laden Sie ein zum Theaterstück "Bruderkampf - Sehnsucht nach Unsterblichkeit" und anschließender Diskussion mit dem Publikum.

Im Zentrum der Theaterstücks stehen zwei Brüder, Ali und Aslan. Losgeschickt von ihrem Clan, einen Ankerplatz für nachfolgende Mitglieder der Großfamilie zu schaffen. Hochbegabt und willensstark sind sie auf die zügige Erfüllung der Aufgabe eingeschworen und laden schließlich doch in einem kalten, ungastlichen Quartier, gemeinsam mit Migranten der unterschiedlichsten Herkunft. Im Angesicht der würdelosen Situation reagieren sie auf unterschiedliche Art: Während Ali noch größere Anstrengungen unternimmt, den Sprung ins reale Paradies zu schaffen, beginnt Aslan sich zu distanzieren. Zunächst mit der Art sich zu kleiden, dann mit der Verweigerung in der Schule und der Bekanntschaft mit fragwürdigen „Brüdern“. Schließlich hilft er einem „Bruder“ im Quartier unterzutauchen. Ali versucht ihn von dem Irrweg abzubringen, schaltet die Familie in der Heimat ein. Das führt zur weiteren Radikalisierung von Aslan. Schließlich wird er tief religiös, im völligen Gegensatz zu seiner säkularen Familie. Ali befürchtet das Äußerste. Ist sein Bruder noch aufzuhalten?

So, 26.03.17, 20:00 Uhr
im Karlstorbahnhof / Großer Saal, Heidelberg

Spiegelt das Theaterstück Lebensrealitäten von Geflüchteten und Migranten in Deutschland wieder? Wie kann man gefährdete Jugendliche erkennen und wie kann man als Familie und Umfeld eingreifen, "bevor es zu spät ist"? Und wie sieht eigentlich konkrete Präventionsarbeit in Baden-Württemberg aus?
Im direkten Anschluss an die Theatervorführung folgt eine kurze Gesprächsrunde mit Mitgliedern des Ensembles, der Regisseurin des Theaterstücks und einem Experten für Extremismus-Prävention, die auch für Fragen aus dem Publikum geöffnet wird.
Mit
Ethem Ebrem, Fachreferent für Extremismusprävention,
Barbara Wachendorff, Regisseurin und
Mitgliedern des Ensembles

Das Theaterstück ist eine Produktion des [Ak.T]-Theaters von Hubert Habig.

Karten für das Stück erhältlich unter: RNZ-VVK 06221- 5191210 oder reservix.de
Preise: VVK 15, – /12, – € + VVK-Gebühr // an der AK 18, – /14, –€                       
Schüler- und Studenten-Gruppenpreise ab 10 Pers. 10,- €

 

 

Ibrahim Ethem Ebrem wurde 1984 in Heidelberg geboren. Er studierte katholische und islamische Theologie sowie Mathematik und Deutsch für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Seit 2010 ist er für unterschiedliche Institutionen als Autor und Referent in der politischen Bildung tätig. Er gründete "Mosaik Deutschland" und ist seit 2013 Steuerungsmitglied des Zukunftsforums Islam der Bundeszentrale für politische Bildung. Ebrem ist Träger des Friedenspreises der Stiftung Heidelberger Friedenskreuz.

 

Barbara Wachendorff, Dipl. Schauspielerin und Regisseurin, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main und lebt heute in der Nähe von Heidelberg. Langjährige Engagements führten sie an Stadttheater in Essen, Kiel, Oldenburg und Erlangen. Seit 1995 sind Regiearbeiten ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit geworden. Seit 14 Jahren inszeniert sie biographische Projekte mit Jugendlichen, alten Menschen, mit Analphabeten, Obdachlosen, Menschen mit psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung und zeichnet so ein künstlerisches Kaleidoskop an Lebenrealitäten. Für Ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet.