BÖLL-Montagskino: „Tigris Rebellen“

BÖLL-Montagskino: „Tigris Rebellen“

mit Nedim Hazar, Regisseur

Wie das berühmte “letzte gallische Dorf” leisteten die Bewohner des kurdischen Schkefta in der Türkei Widerstand gegen die grausame Unterdrückung des Großgrundbesitzers und gegen die Vereinnahmung durch das Militär. Die einen wollten die Ländereien der Bauern aneignen, die anderen wollten in ihrem Krieg gegen die PKK-Guerillas bezahlte Söldner aus ihnen machen. Die Schkeftaner dagegen, sie wollten ein würdiges Leben - “frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald”. Doch ein neuer Konflikt hat sich angebahnt – das Dorf soll im See des Ilisu-Staudamms untergehen, der die bekannten Antik-Relikte vom benachbarten Ort Hasankeyf auf dem Tigris ebenfalls fluten soll und deshalb seit Jahren weltweit für Proteste sorgte.

Nedim Hazar ist eine berührende Geschichte des Dorfes und seiner Menschen gelungen, die die aktuellen Entwicklungen, wie den Krieg in Kobane und die syrischen Flüchtlinge einbezieht.

Der Dokumentarfilm wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. und von den Freundinnen und Freunden der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt.

Ort: li.wu. in der FRIEDA, Friedrichstr. 23, Rostock