Workshop Freitag, 29. März 2019 – Sonntag, 31. März 2019 /
Berlin

Bürgerkrieg in Deutschland 1919-1921

Was ihr schon immer über die Revolution wissen wolltet und nie zu fragen wagtet.

Datum, Uhrzeit
Fr., 29. März 2019, 18.00 Uhr  –
So., 31. März 2019, 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Die Novemberrevolution 1918 war im ganzen Land fast ohne Blutvergießen vonstatten gegangen. Erst im Anschluss kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Vertreter*innen einer sozialistischen Räterepublik, die sich zunehmend radikalisierten und den Vertreter*innen einer bürgerlichen Nationalversammlung, die aus einem Bündnis von MSPD (Mehrheitsflügel), bürgerlichen Parteien und alten Eliten bestand. Besonders blutig wurde es, als die MSPD die neu gegründeten Freikorps – reaktionäre Militärs, die teilweise schon das Hakenkreuz am Helm führten – auf die revolutionären Kräfte losließ. Doch wie konnte es dazu kommen?

Woran zerbrach die deutschen Arbeiter*innenbewegung? Warum konnten die breiten Mobilisierungen und Massenstreiks die Wiederkehr der alten Eliten nicht verhindern? Warum konnten alle regionalen Räterepubliken nach und nach zerschlagen werden? Warum entfesselte die MSPD einen Bürger*innenkrieg gegen große Teile ihrer eigenen Basis? Und was hatte dies historisch für Konsequenzen?

Mit diesen Bürger*innenkrieg, der sich in verschiedenen Phasen bis 1921 hinzog und in unterschiedlichen Regionen sehr verschieden war, wollen wir uns in diesem Wochenendseminar beschäftigen. Neben der Vermittlung der historischen Grundlagen wollen wir den genannten Fragen nachgehen. Auch die historischen Alternativen und die Reflexion der gemachten Fehler sollen dabei nicht zu kurz kommen.

mit:
Gerd Riemann (Historiker)
Micky Haque (Politologe)
Nick Brauns (Historiker)

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin