Ausstellung Mittwoch, 13. Juni 2018 – Donnerstag, 14. Juni 2018 and more in
Berlin

Decolonize 1968! Eine audiovisuelle Ausstellung

Bewegungsgeschichtliche Erfahrungen von BPOC-Frauen

Urheber/in: Westberliner Komitee für die Rechte der Frau, 20.11.1976. Urheber/in: Fotograf: Jürgen Henschel, Quelle: FHXB Friedrichshain- Kreuzberg Museum. All rights reserved. . All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mittwoch, 13. Juni 2018, 18.00 Uhr – Donnerstag, 14. Juni 2018, 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Mittwoch, 20. Juni 2018, 08.00 Uhr – Dienstag, 03. Juli 2018, 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Veranstalter/in
Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung

„Decolonize 1968!“: Zum Dossier, welches das Gunda-Werner-Institut in Kooperation mit dem Missy Magazin (#02/18) gelauncht hat, kommt jetzt die Ausstellung. Darin werden vier POC und Schwarze Frauen interviewt und mit aktuellen Porträtfotos, Familienfotos sowie weiteren visuellen Materialien in einem jeweils 15-minütigen Beitrag portraitiert. Diese filmischen Kurzporträts machen auf die Leerstellen, die das vorherrschende Bild von "68" produziert, aufmerksam. Sie sind ein Perspektivwechsel. Hier geht es um einen Blick auf die, die nicht nur "auch mit dabei" waren, sondern oftmals aufgrund ihrer bewegungsgeschichtlichen Eingebundenheit in antikoloniale, antirassistische und antiimperialistische Kämpfe in Afrika, Asien und den Amerikas auch in Deutschland maßgebliche Akzente setzten.

Ziel der Ausstellung ist es, die 68er-Bewegung nicht nur mit "anderen Augen" zu betrachten, sondern sie erinnerungspolitisch zu pluralisieren und zu demokratisieren. Das bedeutet auch, dass die Lebensgeschichten und Überlegungen der porträtierten Zeitzeuginnen nicht als Einzelfälle "für sich" stehen, sondern auf unterschiedliche kollektive Erfahrungen verweisen. In zeithistorischer Hinsicht erinnern sie uns daran, dass verschiedene Epochen der deutschen Geschichte untrennbar miteinander verknüpft sind. In erinnerungspolitischer Hinsicht macht sie deutlich, dass sich Geschichte nicht einfach nach Bedarf separieren lässt, sondern immer aus verschiedenen, auch transnationalen Geschichten besteht, die zusammengehören und miteinander kommunizieren. Die Zeitzeuginnen haben Im Spannungsfeld von Sexismus und Rassismus der 1968er Jahre für ein selbstbestimmtes Leben und sexuelle Selbstbestimmung gekämpft und waren wichtige Akteur*innen soziokultureller Transformationsprozesse.

Die Ausstellung wird im Rahmen der Abendveranstaltung am 13. Juni eröffnet.

Termine für die Ausstellungsbesichtigung:
13./14. Juni und 20. Juni - 3. Juli, montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr

Eintritt frei