Demokratie nicht mehr erwünscht? Der Zustand der Zivilgesellschaft in Russland

Demokratie nicht mehr erwünscht? Der Zustand der Zivilgesellschaft in Russland

Grüner Salon Bielefeld
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Unter Präsident Putin scheint sich in Russland in den letzten Jahren ein zunehmend autoritäres Herrschaftssystem zu etablieren. Die expansive Außenpolitik und eine repressive Innenpolitik haben eine Entfremdung zwischen Putins „neuem Russland“ und dem Westen befördert. Die im Zuge des Ukraine-Konflikts und der Annexion der Krim verhängten Sanktionen der westlichen Staaten haben dazu geführt, dass bestehende deutsch-russische Gesprächszusammenhänge und Kontakte auf allen Ebenen erheblich eingeschränkt wurden.

In Russland tätige zivilgesellschaftliche Institutionen sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs) werden in ihrer Arbeit massiv behindert. Demonstrationen oder Proteste gegen staatliches Handeln gibt es so gut wie gar nicht mehr. Wie ist der derzeitige Zustand der russischen Gesellschaft und gibt es Perspektiven für eine demokratische und pluralistische Entwicklung? Welche Handlungsspielräume haben zivilgesellschaftliche Institutionen und NGOs in Russland und was kann getan werden, um bestehende Verbindungen zwischen Russland und Deutschland auf politischer, ökonomischer und kultureller Ebene zu erhalten?

Referent*innen:
Dr. Elena Stein, Center for Independent Social Research, Berlin und
Johannes Voswinkel, Leiter des Regionalbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Moskau

Veranstaltungsort:
Vortragssaal Historisches Museum
Ravensberger Park 2, Bielefeld