Der lange Weg zur Gleichheit - Homosexualität als Asylgrund

Der lange Weg zur Gleichheit - Homosexualität als Asylgrund

In den Herkunftsländern sowie Flüchtlingsunterkünften ist Homosexualität oft ein Tabu. Aus Angst vor Übergriffen und Gewalt, gegen sich oder die Familien zu Hause, outen sich viele nicht. Welche Schwierigkeiten bestehen Homosexualität als Asylgrund anzuerkennen? Wie ist die Situation der Frauen in den Herkunftsländern? Wie sicher sind die "sicheren" Herkunftsländer?

mit: Rafia Harzer
Rafia Harzer kommt aus Pakistan und ist seit 4 Jahren ehrenamtlich und hauptamtlich mit geflüchteten Menschen tätig. Sie arbeitete als Sozialbetreuer*in in der Queeren Unterkunft für Geflüchtete. Zudem studiert sie Soziale Arbeit auf Master in der KHSB. Ihr Schwerpunkt liegt bei LGBTI* Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund.

Veranstaltungsort:

EWA e.V.- Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Veranstaltungsort ist auschließlich für Frauen zugänglich.

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

Zur Reihe: Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen weltweit

In diesem Frühjahr beschäftigen uns jeden letzten Montag im Monat die Fragestellungen: Sind lesbische Frauen im Selbstverständnis unserer Gesellschaften angekommen? Auch wenn Lesben und Schwule in einigen europäischen Ländern heiraten und Kinder adoptieren dürfen, haben sie die gleichen Rechte? Vielerorts müssen sie weiterhin für Sichtbarkeit und gleiche Rechte kämpfen. Und das zeigt nicht überall Erfolg.

Oft sind Lesben Diskriminierungen und Gewalt in zweifacher Weise ausgesetzt: zum einen, weil sie Frauen sind, und darüber hinaus, weil sie nicht der heterosexuellen Norm genügen. Häufig ist die Ursache von Gewalt gegen Lesben, und Frauen generell, in den festverankerten Geschlechterrollen zu verorten. In den meisten Fällen wird der männlich-heterosexuellen Identität die dominierende gesellschaftliche Rolle zugeschrieben. Der Wert der Menschen einer Gesellschaft wird an dieser Rollenkonstruktion gemessen.

Mit den Referentinnen wollen wir über Akzeptanz von Lesben und die Situation der Frauen und feministischen Bewegungen in den verschiedenen Ländern sprechen. Dabei wollen wir Einblicke in die Lebenswelten lesbischer Frauen in Polen, Russland, der Türkei und Brasilien gewinnen. Wie sind die Frauen vernetzt, welche Ideen treiben sie an, wie finden sie sich zusammen, was können sie bewegen und den repressiven Strömungen entgegensetzen.
Auch das Thema Homosexualität als Asyl- und Fluchtgrund wird ein Teil der Reihe sein.