Diskussionsabend Montag, 27. März 2017 in
Berlin

Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen in Brasilien

Datum, Uhrzeit
Montag, 27. März 2017, 20.00 Uhr
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
kostenfrei
Veranstalter/in
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Trotz einer liberalen Gesetzgebung ist die Akzeptanz von Homosexuellen in der brasilianischen Gesellschaft gering. Brasilien hat die höchste Quote von Gewalttaten an Homosexuellen. 2016 ließ Präsident Michel Temer als eine seiner ersten Amtshandlungen das Ministerium für Frauen und Gleichbehandlung abschaffen. Was das heute für brasilianische Lesben und Feministinnen bedeutet diskutieren wir mit Marly Borges de Albuquerque. Sie engagiert sich zusammen mit anderen Feministinnen zu Themen wie: Gegen Gewalt gegen Frauen, Integration und Gleichberechtigung für Schwarze, Lesben und Migrantinnen. Sie wird über die Lebensrealitäten lesbsicher Frauen in Brasilien berichten. Marly Borges de Albuquerque ist in verschiedenen Gruppen engagiert, darunter
- Frauengruppe Respekt (beschäftigt sich mit den Rechten von MigrantInnen in Deutschland)
- Vorstand bei der Aktion Solidarische Welt (unterstützt Frauenprojekte in Lateinamerika, Afrika und Asien)
- brasilianische Lesbengruppe

Veranstaltungsort:

EWA e.V.- Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Veranstaltungsort ist auschließlich für Frauen zugänglich.

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

Zur Reihe: Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen weltweit

In diesem Frühjahr beschäftigen uns jeden letzten Montag im Monat die Fragestellungen: Sind lesbische Frauen im Selbstverständnis unserer Gesellschaften angekommen? Auch wenn Lesben und Schwule in einigen europäischen Ländern heiraten und Kinder adoptieren dürfen, haben sie die gleichen Rechte? Vielerorts müssen sie weiterhin für Sichtbarkeit und gleiche Rechte kämpfen. Und das zeigt nicht überall Erfolg.

Oft sind Lesben Diskriminierungen und Gewalt in zweifacher Weise ausgesetzt: zum einen, weil sie Frauen sind, und darüber hinaus, weil sie nicht der heterosexuellen Norm genügen. Häufig ist die Ursache von Gewalt gegen Lesben, und Frauen generell, in den festverankerten Geschlechterrollen zu verorten. In den meisten Fällen wird der männlich-heterosexuellen Identität die dominierende gesellschaftliche Rolle zugeschrieben. Der Wert der Menschen einer Gesellschaft wird an dieser Rollenkonstruktion gemessen.

Mit den Referentinnen wollen wir über Akzeptanz von Lesben und die Situation der Frauen und feministischen Bewegungen in den verschiedenen Ländern sprechen. Dabei wollen wir Einblicke in die Lebenswelten lesbischer Frauen in Polen, Russland, der Türkei und Brasilien gewinnen. Wie sind die Frauen vernetzt, welche Ideen treiben sie an, wie finden sie sich zusammen, was können sie bewegen und den repressiven Strömungen entgegensetzen.
Auch das Thema Homosexualität als Asyl- und Fluchtgrund wird ein Teil der Reihe sein.

Ausblick auf Termine und Referentinnen:
24.04.2017, 20.00 Uhr: Lesbisches Leben in der Türkei mit Tülin Duman
29.05.2017, 20.00 Uhr: Homosexualität als Asylgrund mit Rafia Harzer