Diskussionsreihe Montag, 27. Februar 2017 in
Berlin

Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen in Russland

Datum, Uhrzeit
Montag, 27. Februar 2017, 20.00 Uhr
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Wie steht es in Russland mit der Akzeptanz von Lesben. Wie hoch ist  Gewalt gegen Lesben? Wie die Situation der Frauen und der feministischen Bewegungen in Russland?
Diesen Fragen gehen Sabine Hofmann, Übersetzerin und Feministin, sowie Olgerta Kharitonova, feministische Philosophin, Autorin des "Manifests der feministischen Bewegung Russlands" und Herausgeberin der feministischen Zeitschrift "Ostrov", nach.
Beide lebten über 30 Jahre in Russland und wohnen seit 2015 in Chemnitz.

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem EWA-Frauenzentrum.

Veranstaltungsort:

EWA e.V.- Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Veranstaltungsort ist auschließlich für Frauen zugänglich.

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

Zur Reihe: Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen weltweit

In diesem Frühjahr beschäftigen uns jeden letzten Montag im Monat die Fragestellungen: Sind lesbische Frauen im Selbstverständnis unserer Gesellschaften angekommen? Auch wenn Lesben und Schwule in einigen europäischen Ländern heiraten und Kinder adoptieren dürfen, haben sie die gleichen Rechte? Vielerorts müssen sie weiterhin für Sichtbarkeit und gleiche Rechte kämpfen. Und das zeigt nicht überall Erfolg.

Oft sind Lesben Diskriminierungen und Gewalt in zweifacher Weise ausgesetzt: zum einen, weil sie Frauen sind, und darüber hinaus, weil sie nicht der heterosexuellen Norm genügen. Häufig ist die Ursache von Gewalt gegen Lesben, und Frauen generell, in den festverankerten Geschlechterrollen zu verorten. In den meisten Fällen wird der männlich-heterosexuellen Identität die dominierende gesellschaftliche Rolle zugeschrieben. Der Wert der Menschen einer Gesellschaft wird an dieser Rollenkonstruktion gemessen.

Mit den Referentinnen wollen wir über Akzeptanz von Lesben und die Situation der Frauen und feministischen Bewegungen in den verschiedenen Ländern sprechen. Dabei wollen wir Einblicke in die Lebenswelten lesbischer Frauen in Polen, Russland, der Türkei und Brasilien gewinnen. Wie sind die Frauen vernetzt, welche Ideen treiben sie an, wie finden sie sich zusammen, was können sie bewegen und den repressiven Strömungen entgegensetzen.
Auch das Thema Homosexualität als Asyl- und Fluchtgrund wird ein Teil der Reihe sein.

Ausblick auf Termine und Referentinnen:
27.03.2017, 20.00 Uhr: Lesbisches Leben in Brasilien mit Marly Borges
24.04.2017, 20.00 Uhr: Lesbisches Leben in der Türkei mit Tülin Duman
29.05.2017, 20.00 Uhr: Homosexualität als Asylgrund mit Rafia Harzer