Die Achse des Bösen. Demokratie und Theater der Unterdrückten in Afghanistan

Die Achse des Bösen. Demokratie und Theater der Unterdrückten in Afghanistan

Ort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

Genau an dem Tag, an dem der deutsche Innenminister in Kabul erklärt, dass Afghan*innen nicht flüchten, sondern im Land bleiben sollen, sprengt sich ein Selbstmordattentäter in die Luft und reißt 20 Menschen in den Tod. Wieder trifft es, wie so oft und wie überall, zufällig vorbeigehende Passant*innen. Wer Asylbewerber*innen aus Afghanistan in vorgeblich sichere Landesteile schicken will, liefert sie sehenden Auges dieser Gefahr aus.
Gleichwohl gibt es nicht nur in Kabul, sondern auch in Orten wie Herat, Bamyan oder Kandahar Hoffnung auf Gerechtigkeit und Frieden. Denn nach mehr als 30 Jahren Krieg steht die Demokratisierung Afghanistans weiterhin aus. Eine Stimme dieser Hoffnung ist die Afghan Human Rights and Democracy Organisation (AHRDO). AHRDO macht praktische Menschenrechtsarbeit mit Überlebenden der Gewalt und setzt dabei auf das „Theater der Unterdrückten“, das Selbsterfahrung, Kunst und politische Aktion verbindet. So streitet AHRDO für ein Afghanistan, in dem das Recht gelten wird, am Ort der Herkunft zu bleiben – und verteidigt zugleich das Recht, das Land zu verlassen und anderswo neu anzufangen.

Hadi Marifat und Dr. Mohammad Sharif sind Mitarbeiter von AHRDO. Hjalmar Joffre-Eichhorn ist ein deutsch-bolivianischer Theaterregisseur und Autor, der seit längerem schon mit AHRDO zusammenarbeitet. Gemeinsam sprechen sie über die Lage im Land, den Kampf von Kriegsüberlebenden um ihre Rechte, das afghanische Theater der Unterdrückten und ihr neues Anti-Kriegs-Stück „Die Achse des Bösen“.
Ein längeres Interview mit Hadi Marifat und Hjalmar Joffre-Eichhorn findet sich unter https://www.medico.de/der-preis-des-schweigens-16358/

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit medico international
Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin