Die Gegenwart der Vergangenheit

Die Gegenwart der Vergangenheit

100 Jahre nach dem Genozid an den Armeniern 1915

100 Jahre ist es her, dass das Osmanische Reich in den Wirren des ersten Weltkrieges 1915 und auf dem Höhepunkt der jungtürkischen Nationalbewegung den Genozid an den Armeniern und Armenierinnen verübte. Der enge Verbündete der Osmanen, das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II. wurde nicht nur unmittelbarer Zeuge der Verbrechen, sondern unterstützte die ethnische Säuberung.

Die Anerkennung und Aufarbeitung der Verbrechen von 1915 ist noch immer ein tabuisiertes Thema, sowohl in der Türkei, als auch in Deutschland. Obwohl das Thema in den letzten Jahren stärkere politische Beachtung erfahren hat, bleiben auch heute noch viele Aspekte des Genozids nur unzureichend beleuchtet. Die Konferenz geht auch der Frage nach, welche Form der Erinnerung heute vorherrscht und welches politisches Engagement es braucht, um ein Mehr an Anerkennung und Aufarbeitung zu erreichen.
 

Mit:

  • Prof. Hans-Lukas Kieser, Universität Zürich
  • Anahit Balayan, Humboldt-Universität Berlin
  • Dr. Alice von Bieberstein, University of Cambridge
  • Prof. Ashot Hayruni, Universität Jerewan
  • Dr. Vahé Tachjian, Houshamadyan, Berlin
  • Peter Meiwald, MdB, B90/Grüne
  • Ayşenur Korkmaz, Sabancı Universität Istanbul
  • Wolfgang Gust, Publizist, Hamburg
  • Recep Maraşlı, Publizist, Berlin
  • Claudia Roth, MdB, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, B90/Grüne
  • Prof. Fatma Müge Göçek, University of Michigan

 

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung und der Deutsch-Armenischen Gesellschaft (DAG)

 

Information:       
Ewa Peteja
E peteja@boell.de