Buchvorstellung und Diskussion Dienstag, 25. September 2018 in
Chemnitz

Die Wege der geraubten Bücher

Zum Fund der Büchersammlung der Familie Tietz

Urheber/in: kbw-verlag, twitter. Public Domain.
Datum, Uhrzeit
Dienstag, 25. September 2018, 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen - Weiterdenken

Durch Forschungen zu von Nationalsozialisten geraubten Büchern ist kürzlich in der Stadtbibliothek Bautzen eine umfangreiche Büchersammlung gefunden worden, die ursprünglich Eigentum des jüdischen Unternehmerehepaares Edith und Georg Tietz war. Georg Tietz, Inhaber der Hermann Tietz Warenhäuser (HERTIE), rettete sich und seine Familie nach der "Arisierung" ins Exil in die USA, wo noch heute Nachfahren leben. Über den unerwarteten Fund der einst legendären Privatbibliothek berichtet der Autor und Forscher Dr. Robert Langer an diesem Abend. Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie es möglich ist, dass man noch heute Raubgut der Nationalsozialisten in öffentlichen Einrichtungen, wie Bibliotheken, findet und welche Umstände dazu führten, dass derartige Sammlungen unentdeckt blieben bzw. Spuren verwischt wurden.

Ort:
TIETZ, Moritzstraße 20, Chemnitz, Veranstaltungssaal
Moderation: Volkmar Zschocke
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Volkshochschule Chemnitz.

Zum Buch:
Robert Langer
DIE WEGE DER GERAUBTEN BÜCHER
Die Stadtbibliothek Bautzen und die HERTIE-Sammlung
kultur.wissen.bilder.verlag
96 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 20cm x 22cm, Broschur, 2018
ISBN 978-3-9814149-3-6
29,90 EUR