Lesung und Gespräch Donnerstag, 27. September 2018 in
Schwerin

Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit.

Lesung & Gespräch mit Uwe von Seltmann und Gabriela Maciejowska

Datum, Uhrzeit
Donnerstag, 27. September 2018, 19.30 Uhr – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

Die Vergangenheit bricht meistens dann in die Gegenwart hinein, wenn man nicht damit rechnet. So wie an jenem Abend im Juli des Jahres 2006 in Krakau, als sich der deutsche Journalist Uwe von Seltmann und die polnische Künstlerin Gabriela Maciejowska begegnen. Die beiden verlieben sich ineinander, aber sie müssen schon bald erkennen, dass die Vergangenheit sie auf fatale Weise miteinander verbindet: Uwes Großvater Lothar von Seltmann war während des Zweiten Weltkriegs SS-Mann in Krakau, Gabrielas Großvater Michal Pazdanowski von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet worden.

Nachdem Uwe von Seltmann in „Schweigen die Täter, reden die Enkel“ bereits die Geschichte der Recherche nach seinem Großvater erzählt hat, begibt er sich erneut auf Spurensuche: Er will das Leben und Sterben Michal Pazdanowskis nachzeichnen. Gabriela, inzwischen seine Frau, sträubt sich zunächst, weil sie sich fürchtet, alte Wunden aufzureißen. Ihre gemeinsame Suche nach Antworten führt sie schließlich durch halb Europa und zu Menschen, die ihr lebenslanges Schweigen brechen. Ihre Reise in entlegene Gegenden und verdrängte Vergangenheiten wird für sie mehr und mehr zu einer Reise zu sich selbst. Sie begreifen, dass nur, wer die Vergangenheit kennt, auch die Zukunft gestalten kann - so wie es der Dichter Herrmann Hesse gesagt hat: „Es kehrt alles wieder, was nicht bis zu Ende gelitten und gelöst ist“.

Ort: KlangWert, Friedrichstraße 11, Schwerin

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung MV.