Emanzipation im Islam

Emanzipation im Islam

Lesung und Diskussion mit Sineb El Masrar

Die Stiftung Leben & Umwelt lädt ein…

Sineb El Masrar, Journalistin und Autorin, liest an diesem Abend aus ihrem Buch „Emanzipation im Islam – eine Abrechnung mit ihren Feinden“.  Im Anschluss laden wir Sie herzlich ein, über das Thema „Emanzipation im Islam“ mitzudenken und mitzudiskutieren. Veranstalterinnen sind die Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds. und der politische Frauenstammtisch Osnabrück/Sutthausen.

Gleichberechtigung im Islam ist möglich

Sineb El Masrar über Feinde der Emanzipation

"Die Quelle des Fortschritts und das Fundament im Islam sind eindeutig weiblich", sagt Sineb El Masrar. Nur weil seit Generationen männliche Dominanz herrscht und das Patriarchat sich als hartnäckiges Konzept behauptet, bedeutet das nicht, dass es auch gut so ist. Muslimas müssen endlich den Mut haben, ihre Rechte einzufordern. Ohne Kompromisse.

In ihrem neuen Buch Emanzipation im Islam – eine Abrechnung mit ihren Feinden zeigt die Autorin, was und vor allem wer Muslimas heute in Deutschland und weltweit daran hindert, ein emanzipiertes und selbstbestimmtes Leben zu führen, ob es ihre Sexualität, Liebe, Partnerschaft betrifft oder Familie und Erziehung. Ohne die Frau gäbe es keinen Islam. Und doch präge ihre Unterdrückung durch patriarchale Strukturen die Geschichte des Islam bis in unsere Gegenwart. Kopftuch-Debatte, Dramen um Zwangsehe und sogenannte Ehrenmorde seien Ausdruck von Ungerechtigkeit, die im Privaten beginne und sich ihren Weg in den öffentlichen Raum bahne. Beson-ders für die junge Generation müsse mehr individuelle Entfaltung möglich sein sowie eine Auseinandersetzung mit den theologischen Quellen. Dass dem auch in Deutschland muslimische Organisationen und Verbände entgegenwirken, ist einer der Hauptkritikpunkte der Autorin. Sie müssten endlich Verantwortung übernehmen, um Islamisten nicht die Deutungshoheit zu überlassen.

 Sineb El Masrar wurde 1981 als Tochter marokkanischer Einwanderer in Hannover geboren. 2006 gründete sie das multikulturelle Frauenmagazin Gazelle, war in der Arbeitsgruppe „Medien und Integration“ im Kanzleramt und Mitglied der Deutschen Islam Konferenz. Sie lebt heute in Berlin. Zuletzt erschien „Muslim Girls. Wer sie sind, wie sie leben“.

Veranstaltungsort: Lagerhalle Spitzboden, Osnabrück

Informationen und Kontakt:
Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds. | Warmbüchenstraße 17 | 30159 Hannover | Fon: 0511 30 18 57 0 | info@slu-boell.de | www.slu-boell.de