Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens

Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens

Mit seinem Buchprogramm will Google der Menschheit Millionen von Büchern zugänglich machen. Nie war die Verheißung des `Wissens für alle` so groß und nie die Debatten über die Legitimität von `Google Books` heftiger. Was bedeutet das Vorhaben von Google für Verlage, Bibliotheken und nicht zuletzt für Autoren und Leser? Auf einer Fachtagung des Goethe-Instituts, der Heinrich-Böll-Stiftung und iRights.info setzen sich hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft mit der Zukunft der Bücher auseinander.

Gerade erst ist die Entscheidung des US-Gerichts, ob die schwer errungene Einigung, das `Google Books Settlement`, zwischen Google und Autoren- und Verlegerbänden rechtmäßig ist, auf unbestimmte Zeit verschoben worden, nachdem auch das US-Justizministerium Bedenken gegen das Abkommen angemeldet hatte. Wird die Einigung scheitern? Und wenn ja, würde dadurch die Gefahr eines Monopols verhindert - oder eine Chance vertan, wie es sie so bald nicht wieder geben wird? Selten war die Lage unübersichtlicher und wohl nie zuvor ein einzelnes Verfahren wichtiger für die Zukunft des Zugangs zu Wissen als dieses.

In einer eintägigen Konferenz gehen das Goethe-Institut, die Heinrich-Böll-Stiftung und iRights.info den Fragen nach, was das Vorhaben Googles für Leser, Verlage und Autoren bedeutet, vor welchen Herausforderungen diese angesichts der Digitalisierung von Wissensbeständen stehen und wie die Zukunft des Urheberrechts aussehen könnte.

Mit:
Peter Glaser (Autor)
Annette Kroeber-Riel (Google)
Dr. Joerg Pfuhl (Random House)
Dr. Nils Rauer (Lovells LLP)
Wolfgang Schimmel (ver.di)
Brigitte Zypries (Bundesministerin der Justiz) u.a.