Workshop Freitag, 21. September 2018 – Sonntag, 23. September 2018 in
Berlin

Erinnern und Gedenken - Vergangenheit erfahren und vermitteln

Datum, Uhrzeit
Fr., 21. Sep 2018, 17.00 Uhr  –
So., 23. Sep 2018, 13.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
In den letzten 50 Jahren hat es in Deutschland viele Diskussionen über den Genozid an Juden und Roma gegeben sowie über die Morde an politischen Gegnern, Homosexuellen und über die Verbrechen der Nazis. Viele Diskurse über Erinnerungskultur waren auf diese Kontexte beschränkt. Nicht zuletzt deswegen, weil es sich um unvergleichliche Gewaltverbrechen handelt.

Mit dem Erinnern und Gedenken nach Kriegen wird sehr unterschiedlich umgegangen. Wir wollen uns der Frage stellen, welche Erinnerungskulturen in den unterschiedlichen gesellschaftlichen und historischen Kontexten entstanden sind.

Sowohl kulturspezifische als auch geschichtliche Aspekte werden in diesem Workshop Berücksichtigung finden. Verschiedene Beispiele für Gedenkstättenarbeit, dezentrales Gedenken und kulturelle Gedenkarbeit werden vorgestellt und mit konkreten Erinnerungs-, Vergangenheits- oder Geschichtspolitiken in Bezug gesetzt.

Mittels der Vorstellung von regional verorteter Gedenkstättenarbeit in Sierra Leone, Peru, Kambodscha und gegenwärtigen politischen Bewegungen des Gedenkens an die Kolonialherrschaft in Berlin, wird die Vielfalt von kulturspezifischen Erinnerungskulturen aufgezeigt und zur Diskussion gestellt. Teilnehmende erfahren, welche Rolle Erinnerungsorte, Dialoge, Kunst, Archive, Publikationen, Ausstellungen und Filme im Prozess der Vergangenheitsaufarbeitung spielen können.

Ziel des Workshops ist es, vielfältige Methoden der Vermittlung verschiedener Erinnerungskulturen kennenzulernen und multiperspektivische Zugänge im Umgang mit Vergangenheit zu fördern.

Im Workshop werden vorwiegend partizipative Methoden angewandt. Rollenspiele, Aufstellungen, Kleingruppenarbeit und kreative Arbeitsweisen helfen emotionales Verstehen anzuregen und den Horizont in dem Themenfeld zu erweitern.

Seminarzeiten:
Fr. 21.09.2018 17:00 - 20:30 Uhr
Sa. 22.09.2018 10:00 - 16:30 Uhr
So. 23.09.2018 10:00 - 13:30 Uhr

Trainer*innen:
Kerstin Kastenholz
ist Mediatorin, Trainerin und Geografin. 6 Jahre war sie Beraterin im Zivilen Friedensdienst der GIZ in Peru und in Kambodscha, 3,5 Jahre davon im Bereich Vergangenheitsaufarbeitung. www.megem.eu

Juliane Westphal, Mediatorin, Prozessbegleiterin, interkulturelle Trainerin und Beraterin für Medienprojekte. Sie entwickelte Projekte zur öffentlichen Aufklärung über die Prozesse der Wahrheits- und Versöhnungskommissionen in Sierra Leone und Liberia. www.megem.eu

Tejan Lamboi, Mediator, Diversity Trainer, Journalist, mit einem Master in interkulturellem Konfliktmanagement. www.megem.eu

Diese Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gefördert.