Ernährungssouveränität – Widerstand gegen die globale Vereinnahmung durch die Agrarindustrie

Ernährungssouveränität – Widerstand gegen die globale Vereinnahmung durch die Agrarindustrie

Mit: Kirsten Grover, Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Konzerne der Nahrungsmittel- und Saatgutindustrie wie Monsanto stellen sich gern als „Retter der Menschheit“ dar, die neue Impulse in der Nahrungsmittelkrise setzen. Doch in den letzten Jahren wurde immer mehr Kritik an den Ansätzen der globalen Nahrungsmittelproduktion laut und Widerstand in vielen Ländern deutlich. Doch in welchen Bereichen sind Konzerne der Nahrungsmittelindustrie inzwischen tätig? Welche Rolle spielen Patentierungen? Wie schaffen sie es, ihre Projekte in so vielen Ländern zu verankern und sich trotz Protest und Widerstand vieler Kleinbäuer*innen im globalen Süden ihren Wirkungskreis zu vergrößern? Und welche Konzerne sind außer dem Gentechnik- Marktführer Monsanto global aktiv? Die Veranstaltung beleuchtet die Strategien und Interessen der Akteure der Agrarindustrie.

Im zweiten Teil werden die Perspektiven einer Bewegung für Ernährungssouveränität beleuchtet. Seit Jahren ist der weltweite Zusammenschluss kleinbäuerlicher und Indigener Basis-Organisationen La Via Campesina aktiv gegen die neoliberale Agrar- und Handels-Politik und für eine andere Landwirtschaft. Doch auch in  Berlin haben sich in den letzten Jahren immer mehr Initiativen, wie zum Beispiel Projekte der Solidarischen Landwirtschaft, gegründet, die der globalen Nahrungsmittelproduktion Alternativen entgegensetzen. Einige dieser Ansätze sollen vorgestellt und  gemeinsam diskutiert werden.

 

Veranstaltungort:  Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Teilnahme frei. Teilnehmer_innenzahl: max. 20 Personen