Eröffnungsveranstaltung Neunzehn Namen aus Neunzehntausend

Eröffnungsveranstaltung Neunzehn Namen aus Neunzehntausend

Ausstellungseröffnung Dresden
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Ort: Staatsschauspiel Dresden, Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Die Ausstellung wird im Vestibül/Eingangsbereich gezeigt.

Öffnungszeiten: 19.02.-19.03.2017, Täglich 18:00-20:30 Uhr, Zusätzlich montags 13:00-19:30 Uhr
Geschlossen: Di, 21.02. und Mi, 08.03.

Die Ausstellung
Die Ausstellung widmet sich der exemplarischen Aufarbeitung von 19 Biografien der anfänglich 19 000 namentlich bekannten Toten der Bombardierung Dresdens im Februar 1945.
Anhand der Lebenssituationen, Schicksale oder Karrieren dieser Menschen und ihrer unterschiedlichen Hintergründe werden sowohl Täter_innen des Nationalsozialismus in den Fokus gerückt, als auch sowjetische und andere osteuropäische Zwangsarbeiter_innen in Dresden, tschechische Widerstandskämpfer, deutsche Juden, christliche und konfessionslose Deutsche sowie ein Besatzungmitglied eines britischen Bombers.
Die Biografien sowie ergänzende Artikel zur Erinnerungskultur in Dresden können im Ausstellungskataglog nachgelesen werden. Diesen können Sie unter erinnerungskultur@kulturbuero-sachsen.de bestellen oder bei der Finissage erhalten.

Der Hintergrund
Eine unabhängige Historikerkommission, einberufen durch die Stadt Dresden, hat u. a. festgestellt, dass bei der Bombardierung Dresdens bis zu 25 000 Menschen gestorben sind. Bei der ersten Vorstellung der Ergebnisse waren 19 000 Tote namentlich bekannt.
Es entwickelte sich eine Diskussion darüber, ob und wie diese Namen veröffentlicht werden sollen; ob es eine öffentliche Gedenktafel mit allen Namen geben solle oder dies eine Gleichsetzung von Opfern und Täter_innen darstellt.
Das Kulturbüro Sachsen e.V. und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen leisten mit dieser Ausstellung einen Beitrag zur Debatte um die Dresdner Erinnerungskultur, konkret zum Umgang mit denbekannten Namen der Toten der Luftangriffe am 13., 14. und 15. Februar 1945.
Die Aufarbeitung anhand von Einzelbiografien ist in Dresden zu diesem Thema bisher einzigartig.

Programm
Einführung in die Ausstellung durch das Kulturbüro Sachsen e.V. und weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung-Sachsen mit einem Grußwort des Bürgermeisters Hartmut Vorjohann, Beigeordneter für Bildung und Jugend
Die Redebeiträge werden in Gebärdensprache übersetzt.

Gefördert durch: das Amt für Kultur und Denkmalschutz; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Toleranz fördern Kompetenz stärken; Lokales Handlungsprogramm für Demokratie und Toleranz und gegen Extremismus; Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Staatschauspiel Dresden, Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden