Europa in Bewegung: Krisenbewältigung in Griechenland

Europa in Bewegung: Krisenbewältigung in Griechenland

Jour fixe

Auch wenn die Auswirkungen der Euro-Krise auf Griechenland hierzulande aus dem Blickfeld geraten sind, hat sich für viele Menschen vor Ort die Situation kaum verbessert. Die drastischen Sparmaßnahmen, denen sich das Land im Rahmen der Austeritätspolitik der Gläubiger-Institutionen unterziehen muss, setzen Griechenland seit nun knapp sieben Jahren erheblich unter Druck, es herrscht eine tiefe soziale Krise. Die Erwerbslosenquote ist so hoch wie in keinem anderen EU-Staat und liegt um mehr als das Doppelte über dem Schnitt der Euro-Zone. Viele Bürger*innen können sich  nicht einmal mehr eine Grundversorgung leisten.

Inzwischen vertreten auch einige Expert*innen des IWF die Ansicht, dass Griechenland nicht weiter sparen kann. Bei der derzeitigen Verhandlungsrunde mit den Geldgeber*innen geht es um die Freigabe der nächsten Tranche aus dem Hilfspaket. Ohne diese wird Griechenland seine Schulden im Sommer nicht mehr bedienen können.

Am 6. April wollen wir uns gemeinsam mit Niels Kadritzke über die aktuelle Lage in Griechenland unterhalten. Wie geht es weiter? Kann es dem Land perspektivisch gelingen, sich aus der Krise zu befreien? Oder ist am Ende doch ein „Grexit“ die Lösung, also der der Ausstieg des Landes aus dem Euroraum?

Niels Kadritzke, Jahrgang 1943, ist freier Journalist und Redakteur der deutschen Ausgabe von LE MONDE diplomatique. Kadritzke verfolgt seit 30 Jahren die Entwicklungen in Griechenland, wo er auch einen Teil des Jahres lebt. Er publiziert über das Thema Griechenland in deutschen Zeitungen (taz, LE MONDE diplomatique)

Moderation: Simon Cames (Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung)

Mit dem Jour Fixe wollen wir ein regelmäßiges Diskussionsforum etablieren, in dem wir aktuelle Themen, die „unter den Nägeln brennen“ erörtern und kritisch beleuchten. Dabei werden sowohl lokale und überregionale wie auch internationale Themen besprochen. Für den Einstieg in das Diskussionsgespräch werden jeweils ein bis zwei Expert*innen eingeladen, die mit einem kurzen inhaltlichen Input den Auftakt bieten und anschließend Fragen in der Diskussionsrunde beantworten können.    

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.