Diskussionsreihe Mittwoch, 17. Oktober 2018 in
Berlin

Feminismus heißt Befreiung!? Teil 3

Lese-Reise durch vergessene "Klassiker" der Neuen Frauenbewegung (sechs Abende)

Datum, Uhrzeit
Mi., 17. Okt. 2018,
19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Feministinnen der so bezeichneten Neuen Frauenbewegung oder auch Zweite Welle Feminismus (ca. ab 1968) haben den nachgeborenen "Schwestern" einen reichhaltigen Fundus hinterlassen: Geschlechter- und gesellschaftsanalytische Theoriewerke und kulturkritische Essays genauso wie radikale Streitschriften, Literarisches, politische Manifeste oder utopische Gegenentwürfe einer anderen, ja besseren Gesellschaft. Als Dreh- und Angelpunkt scheint in der einst frauenbewegten Dialektik aus Praxis und Theorie im schriftgewordenen feministischen Niederschlag ein politisches Bewusstsein auf, das die patriarchal(-kapitalistisch) fundierten Geschlechter- und Herrschaftsverhältnisse erstmals als solche analytisch fasst, um programmatisch die kollektiv organisierte "Befreiung der Frau" aus dem "Patriarchat" auszurufen. Doch was bezeichneten eigentlich die jeweiligen Begriffe vom "Patriarchat"?
Im Lesekreis haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich in ausgewählte Texte gemeinsam zu vertiefen. Dabei wird zu erarbeiten und zu diskutieren sein, wie unterschiedliche Denkerinnen und Vorkämpferinnen - aus der einst noch im Aufbau befindlichen Frauen- und Geschlechterforschung bzw. aus der autonom-feministischen Praxis - das emanzipatorische Projekt der Selbst-/Befreiung der Frau dachten. Vor welchen gesellschaftlichen Hintergründen und in welchen Kontexten schrieben die Pionierinnen ihre Werke, entwickelten welche Vorstellungen vom weiblichen Subjekt - und zur Befreiung der Frau bzw. zu Geschlechtergerechtigkeit? Vor dem Hintergrund einiger zeitgenössischer Analysen, Kritiken und Emanzipationsentwürfe wäre gemeinsam zu diskutieren, was mit dem theoretischen und praktischen Erkenntnisschatz von einst heute noch anzufangen ist. Inwiefern ist daran anzuschließen heute überhaupt möglich? Und wo möglich, inwiefern - unter welchen Voraussetzungen und Prämissen? Wo bestehen Brüche zur damaligen feministischen Bewusstwerdung, Praxis oder Theoriebildung - wo vielleicht auch Kontinuitäten, die weiterzuentwickeln wären?

Termine:
26.09., 10.10., 17.10., 07.11., 14.11., 28.11. - jeweils 19.00 - 20.30 Uhr
Eine Anmeldung kann nur für alle 6 Abende ab dem 26.09. erfolgen, da wir uns eine kontinuierliche Teilnahme an allen Terminen wünschen.
Anmeldungen zu Einzelterminen sind deshalb nicht möglich!


Seminarleitung:
Melanie Götz, Soziologin M. A., Mitglied AK Frauenpolitische Bildung

Gruppengröße:
10-15 Teilnehmerinnen
Wegen der Teilnahmebegrenzung bitten wir nur um wirklich verbindliche Anmeldungen.

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.