Vortrag Donnerstag, 15. März 2018 in
Neuruppin

Frauenfeindlicher Islam? Islamischer Feminismus!

Unsere Gäste: May Zeidani Yufanyi, Johara Bellali und Roberta Chimera

Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Do.., 15. März. 2018,
18:00  – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Kostenfreie Teilnahme.
Veranstalter/in
Landesstiftung Brandenburg

Kaum eine gesellschaftliche Debatte im Kontext von Migration und Interkulturalität, die nicht ohne Grund in Deutschland die Geschlechterfrage als Gradmesser gelungener Integration aufwirft. Dabei wird die vermeintliche Frauenfeindlichkeit des Islam als Argument in Stellung gebracht, um Abschottung gegenüber Migration und Islam zu rechtfertigen. Doch ebenso wenig wie es „den Islam“ gibt, kann von einheitlichen islamischen Geschlechterbildern die Rede sein. Mit der Sozialwissenschaftlerin May Zeidani Yufanyi sprechen wir u.a. über die Verbindung von Sexismus und Rassismus.

Zudem reden wir mit den Gründerinnen des transmedialen Projekts „Rights under the veil – Frauenrechte unter dem Schleier“. Sie zeigen, dass islamischer Feminismus kein Widerspruch in sich und ebenso vielfältig und lebendig ist wie die unterschiedlichen Lebensrealitäten vieler muslimischen Frauen in Deutschland und weltweit. Wie kann eine größere Sichtbarkeit für deren Positionen hergestellt und unterstützt werden? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und unseren Gästen sprechen.

May Zeidani Yufanyi ist Sozialwissenschaftlerin und Koordinatorin des  Projekts „Nicht ohne meinen Glauben“ im Verein Inssan. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. postkoloniale Migrationsgesellschaften in Europa, Asyl- und Migrationspolitik sowie Identitätsfindungs-prozesse im Kontext von palästinensischen und israelischen Gesellschaften. Als Women of Colour, Migrantin und Palästinenserin spielen intersektionale Ansätze eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit. Sie ist außerdem Aktivistin der „Karawane für die Rechte der MigrantInnen und Flüchtlinge“ (seit 2005) und Mitglied von „The VOICE Refugee Forum“ (seit 2007).

Johara Bellali und Roberta Chimera sind Initiatorinnen des Projekts „Rights under the veil – Frauenrechte unter dem Schleier“. Johara Bellali ist eine deutsch-marokkanische Umweltingenieurin, die in Luxemburg aufgewachsen ist. In den letzten 15 Jahren hat sie im Entwicklungszusammenarbeitsbereich in Afrika, Asien und Lateinamerika gearbeitet. Seit 3 Jahren arbeitet sie beim Think-Tank Adelphi in Berlin. Ihre Arbeit ist auf Klimawechsel fokussiert. Sie ist vom Ökofeminismus fasziniert. Roberta Chimera hat in Italien Arabische Sprache und Literatur mit einem besonderen Fokus auf Islamischen Feminismus studiert. Seit 12 Jahren arbeitet sie als Dokumentarfilm-Produzentin. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Kommunikationsstrategien im transmedialen Umfeld.

Veranstaltungsdatum:
Donnerstag, 15. März 2018
18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Altes Gymnasium Neuruppin
Am Alten Gymnasium 1-3
16816 Neuruppin

Der Eintritt ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird zu Planungszwecken gebeten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadt Fontanestadt Neruppin und dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin statt.

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen. 

 

Kontakt:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V.
Tel.: 0331 2005780

Birte Kaspers
kaspers@boell-brandenburg.de


Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „CUCHA - Cultural Challenges. Fairness und Verantwortung für unsere Kommunen“ der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg statt und wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.