Barbara Unmüßig im Gespräch: Gutes Leben für alle – Wider die Ökonomisierung der Natur

Barbara Unmüßig im Gespräch: Gutes Leben für alle – Wider die Ökonomisierung der Natur

Grüner Salon Paderborn
Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich Böll Stiftung)Creator: Stephan Roehl. All rights reserved.

Leitplanken und Fallstricke der sozialökologischen Transformation

Wie können persönliche Sinndimensionen (Wie wollen wir leben?) und die soziale und ökologische Gerechtigkeitsdimension (Auf wessen Kosten leben wir?) in Einklang gebracht werden?

Barbara Unmüßig kritisiert das Ausblenden der sog. Sorgearbeit (Care). Sie spricht die Fallen der Bioökonomie an und fragt: Wem nützt das, welche Schäden werden angerichtet? Sie problematisiert die Inwertsetzung, die Ökonomisierung von Natur, Körpern und Körperstoffen als 'letzte kapitalistische Landnahme'. Beispielhaft dafür stehe das Reproduktionsgeschäft: Leihmutterschaft in Indien. Sie macht auf Parallelitäten zwischen der Ökonomisierung von Medizin und Pflege und der von Naturressourcen aufmerksam. Und sie nimmt die Diskussion um die Rolle des Staates in der Transformation neu auf und sieht neue Möglichkeiten zur Bildung von strategischen Allianzen.

Gemeinsam mit Barbara Unmüßig wollen wir erkunden, wie ein gutes Leben nicht nur für wenige, sondern für alle möglich wird. Wie kann die sozialökologischeTransformation zum guten Leben für alle gelingen?

Referentin:
Barbara Unmüßig, Autorin und Vorstand der Heinrich Böll Stiftung

Veranstaltungsort:
Gasthaus Haxterpark
Haxterhöhe 2
33100 Paderborn