Preisverleihung Freitag, 02. Dezember 2016 in
Bremen

Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2016

Preisverleihung an Christian Teichmann

Datum, Uhrzeit
Freitag, 02. Dezember 2016, 18.00 Uhr
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
frei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Bremen

Christian Teichmann hat den Preis für seine herausragenden Forschungen über die Geschichte und Strukturen der sowjetischen Herrschaft in Mittelasien unter Stalin erhalten. Er verfolgt die Institutionalisierung von Machtprozessen – und ihr Scheitern. Er legt das Dilemma totalitärer Machtkonzentration frei: Ihr Erfolg ist nicht planbar. Der Terror erweist sich einerseits als einziger Garant für die Macht, anderseits sorgt gleichzeitig die Terrorherrschaft für die Erosion der Macht.

Die internationale Jury urteilte, dass Christian Teichmann mit seinem Buch „Macht der Unordnung“ einen Neuansatz in der Forschung über totalitäre Systeme vorgelegt habe. Teichmann argumentiert, dass nicht Ordnung, wie meist angenommen wird, für die totalitäre Machtentfaltung und Machterhaltung unentbehrlich ist, sondern deren systematische Zerstörung. Teichmann geht dieser Konstellation für den Zeitraum zwischen 1920 und 1950 nach. Seine Argumentation freilich setzt eine Fülle produktiver Fragen frei über die strukturellen Widersprüche totalitärer Herrschaft im 20. und 21. Jahrhundert.


Über den Preisträger
Christian Teichmann, Dr. phil., ist Osteuropahistoriker und Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin. Er hat Germanistik und Geschichte an den Universitäten Leipzig und Warschau studiert, war 2002/2003 Lektor an der Staatlichen Universität Samara, Russland und hält sich seitdem regelmäßig zu Forschungsaufenthalten in Russland, Zentralasien und den Vereinigten Staaten auf.

 

Veranstaltungsort:
Rathaus Bremen
Obere Rathaushalle
Bremen
 

Veranstalter

In Kooperation mit dem Institut Français Bremen

 

Veranstaltungshinweis

Geschlecht und Nation
am 12. November 16 um 16:00 Uhr
im Institut Français, Contrescarpe 19, Bremen

Geschlecht und Nation sind kulturelle Konzepte, um deren Interpretation immer wieder neu gestritten werden muss. Die Globalisierung scheint viele heute zu überfordern und hat die Debatte um deren Interpretationen neu entfacht.

Es diskutieren: Christina Thürmer-Rohr und Karol Sauerland.

Zum Jahresende scheiden Christina-Thürmer-Rohr und Karol Sauerland satzungsgemäß aus der Jury des Hannah Arendt Preises für politisches Denken aus. Wir möchten uns bei Ihnen für Ihre Arbeit mit dieser Veranstaltung bedanken.

Wir bitten um Anmeldung an ruedel.boell@arcor.de

 

Kontakt:
Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich-Böll-Stiftung
Peter Rüdel
Fon: 0421/352368
E: ruedel.boell@arcor.de
www.boell-bremen.de

Michael Stognienko
Projektmanager Gesellschaftspolitik
E-Mail: stognienko@boell.de