Film und Gespräch: HÁWAR

Film und Gespräch: HÁWAR

Der Genozid an der yezidischen Gemeinschaft im Irak
Düzen Tekkal beim FilmdrehDie Filmemacherin Düzen Tekkal beim Dreh. Creator: Düzen Tekkal. All rights reserved.

Langsam verblassen sie, die Bilder vom Sommer des Jahres 2014. Tausende Yezidinnen und Yeziden aus der irakischen Provinz Sindschar waren damals von den Kämpfern des „Islamischen Staats“ eingekesselt, wurden ausgehungert, vergewaltigt, vertrieben und versklavt. Das Schicksal der Yezidinnen und Yeziden dringt nur noch tröpfchenweise in das Interesse der europäischen Öffentlichkeit.

Während also die Propagandavideos des sogenannten „Islamischen Staates“ um die Welt gehen, fehlt diese andere Erzählung: der Völkermord an einer der ältesten Religionsgemeinschaften der Welt. Eine halbe Millionen Yeziden und Yezidinnen befinden sich nach wie vor auf der Flucht. Der Film „HÁWAR“ –  dem Wortursprung nach ein Synonym für „Hilferuf“ in der kurdischen Sprache, heute ein Synonym für „Völkermord“ – erzählt diese Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Er berichtet von der Reise der deutschen Journalistin Düzen Tekkal und ihres Vaters Seyhmus zurück zum Ursprung ihres Glaubens, in die yezidischen Gebiete in den Nordirak, im Sommer 2014.

Diskussion mit:

  • Düzen Tekkal, Filmemacherin
  • Dr. Kristin Platt, Institut für Diaspora- und Genozidforschung, Ruhr-Universität Bochum
  • Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

Moderation: Ines Kappert, Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung

 

 

Fachkontakt:
Mekonnen Mesghena
E-Mail migration@boell.de