Heinrich Böll Kinoabend

Heinrich Böll Kinoabend

100 Jahre Heinrich Böll
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Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben. Mit einem Dokumentarfilm über Böll sowie der Verfilmung seines Romans Die verlorene Ehre der Katharina Blum wollen wir seinen Geburtstag feiern.

In der Bar wird es Kölsch und Snacks geben. Die ersten 20Gäste, die mit der für Böll typischen Baskenmütze auf dem Kopf erscheinen, erhalten freien Eintritt.

19 Uhr

HEINRICH BÖLL: EINE DEUTSCHE ERINNERUNG
(D 1992, 90 Min.)
Regie: Adalbert Wiemers, Sprecher: Christian Brückner.

Zu Gast: Markus Schäfer, Heinrich-Böll-Stiftung, Heinrich-Böll-Archiv, Köln

In dieser Dokumentation wird der Schriftsteller, Nobelpreisträger und Präsident des Internationalen PEN-Clubs Heinrich Böll gewürdigt. Böll legte sich mit der politischen Linken wie der Rechten an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit der Presse. Er setzte sich für Flüchtlinge aus Vietnam ein und für Dissidenten in Osteuropa. Er war Humanist, aber kein Moralist, und überzeugt, dass „Sprache, Liebe, Gebundenheit den Menschen zum Menschen machen“.
Ein Künstler und intellektueller, der mit seiner Haltung auch zu aktuellen Konflikten Wesentliches beizutragen hat. So bringt der Film beispielsweise Themen wie die Rechtfertigung von Gewalt oder die Grenze zwischen Meinungsäußerung und Schmähung zur Sprache. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse beim G-20-Gipfel mag mancher erstaunt sein, wie gegenwärtig sich Bölls Position ausnimmt.

PAUSE

Snacks und Kölsch

21.15 Uhr

DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM

(BRD 1975, 106 Min.)

Film & Gespräch mit Markus Schäfer

Zu Gast: Markus Schäfer, Heinrich-Böll-Stiftung, Heinrich-Böll-Archiv, Köln

Köln, Februar 1975. Nach einer ausgelassenen Karnevalsfeier verbringt die junge, attraktive und alleinstehende Haushälterin Katharina Blum die Nacht mit einer Zufallsbekanntschaft. Am nächsten Morgen stürmt ein SEK der Polizei ihre Wohnung, auf der Suche nach dem Mann, der als mutmaßlicher Terrorist gesucht wird – doch der Gesuchte ist bereits verschwunden. Katharina Blum gerät ins Visier von Polizei und Medien. Der ermittelnde Kommissar nimmt sie in die Mangel, sie verliert ihre Arbeit, wird von Nachbarn angefeindet, und der zynische Reporter eines großen deutschen Boulevardblattes zieht ihr gesamtes Leben in den Schmutz. Als der psychische Druck aus Vorurteilen, Verunglimpfungen und offenem Hass immer unerträglicher wird, greift Katharina zur Waffe, um den letzten Rest ihrer Ehre zu retten.

 

Ort: Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße (neben der Staatsoper)