Podiumsdiskussion Donnerstag, 24. Mai 2018 in
Berlin

Iran vor dem Ende der Ära Rohani?

Die Folgen des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen

Hassan Rohani. Urheber/in: Thierry Ehrmann. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Do.., 24. Mai. 2018,
19:00  – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

 Am 8. Mai 2018 kündigte US-Präsident Donald Trump das Atomabkommen mit dem Iran auf. Er stieß damit seine Bündnispartner, die EU+3 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien), Russland und China vor den Kopf und den iranischen Präsidenten Hassan Rohani in eine innenpolitische Krise.

Rohanis Wiederwahl 2017 war ein vorläufiger Sieg der gemäßigten Kräfte. Er war eine Belohnung seines moderaten Kurses, der auch zu dem Atomabkommen mit den USA geführt hatte. Doch seine Stellung im Land ist nicht gefestigt. Dies haben nicht zuletzt die Proteste um die Jahreswende gezeigt. In einem öffentlich ausgetragenen Machtkampf konkurrieren u.a. Revolutionsführer Ali Chamenei, Revolutionsgarden, Justiz, religiöse Oberhäupter, Streitkräfte und sogar der frühere Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit reformistischen Kräften um die Vormachtstellung in der Islamischen Republik. Das drohende Ende des Nuklear-Deals schwächt Rohani weiter.  

Aus diesem aktuellem Anlass wollen wir unter anderem folgende Fragen diskutieren: Welche wirtschaftlichen Folgen wird das erneute Inkrafttreten der US-Sanktionen haben? Werden die Konservativen im innenpolitischen Schachspiel die nächste Runde für sich entscheiden? Und wie wirkt das Ende des Abkommens international? Mit welchen Konsequenzen müssen europäische und deutsche Unternehmen rechnen? Bedeutet es das Ende der westlichen Allianz? Was sind die Handlungsoptionen Europas? Welche regionalen Konflikte könnten sich gefährlich verschärfen?
 

 Mit:

  • Azadeh Zamirirad (Wissenschaftlerin, Stiftung Wissenschaft und Politik)
  • Bahman Nirumand (Iran-Experte und Autor des Iranreports)
  • Dr. Henning Riecke (Programmleiter, Programm USA/Transatlantische Beziehungen, DGAP)
  • Michael Ohnmacht (Leiter des Referats Mittlerer Osten, Auswärtiges Amt)

Moderation: Dr. Antonie Katharina Nord, Leiterin Referat Nahost & Nordafrika, Heinrich-Böll-Stiftung