Vortragsreihe Montag, 14. Mai 2018 in
Hamburg

Israel/Palästina: Geschichtsnarrative im Konflikt

Vortragsreihe: Konflikte und Kontroversen. Die israelische Gesellschaft als Streitgesellschaft

Urheber/in: Montage nach der Zeitschrift „Du“, Jugend Israels, Ausgabe August 1960, Seite 19. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mo., 14. Mai 2018,
18.30 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg (Umdenken)

In vier Vorträgen wird die Reihe exemplarisch eini­ge Konflikte in der israelischen Gesellschaft über Fragen von Migration, Geschlecht, Religion und der eigenen Geschichtsschreibung vorstellen. Aus­gehend von neuen Forschungen werden die Refe­rentinnen und Referenten die Entwicklung dieser Aspekte bis in die Gegenwart beleuchten, in den aktuellen Kontext einordnen und die Bedeutung der historischen für die politische Bildung aufzeigen.

 

Montag, 14.05. 2018, 18:30 Uhr

Achim Rohde

ISRAEL/PALÄSTINA: GESCHICHTSNARRATIVE IM KONFLIKT

Seit 100 Jahren ringen in Israel-Palästina zwei konkurrierende national konstituierte Kollektive um das selbe Stück Land zwi­schen Mittelmeer und dem Jordan. Bildung, zumal historische Bil­dung, ist in diesem Kontext meist Teil des Problems. Welche Narra­tive werden in diesem Zusammenhang jeweils vermittelt?

Dieser Vortrag stellt den Versuch eines bi-nationalen Schulbuches vor, das die Geschichte von Israel und Palästina aus beiden Per­spektiven erzählt („Learning Each Other’s Historical Narrative“). Erstellt in Kooperation von jüdischen und arabischen LehrerInnen und WissenschaftlerInnen im Rahmen der NGO PRIME (Peace Re­search Institute in the Middle East), will dieses Bildungsreform­projekt historische Bildung im israelisch-palästinensischen Kontext zum Teil einer Konfliktlösungsstrategie machen. Vor dem Hinter­grund aktueller Entwicklungen wird der Referent Potentiale und Grenzen des Projektes diskutieren.

Achim Rohde ist Islamwissenschaftler und Nahosthistoriker an der Goethe-Universität Frankfurt. Er hat in Hamburg, Birzeit (West­bank) und Tel Aviv (Israel) studiert. Im Rahmen seiner früheren Tätigkeit am Georg-Eckert-Institut hat Rohde für internationale Schulbuchforschung ein bi-nationales israelisch-palästinensisches Schulbuchprojekt begleitet, das die Geschichte des Nahostkonfliktes aus konkurrierenden Perspektiven darstellt.

Ort:
Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGDJ), Beim Schlump 83, 20144 Hamburg

Die Teilnahme ist kostenfrei!

Veranstaltet von umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGDJ)

Der Veranstaltungsort ist nur eingeschränkt barrierefrei. Ein Rollstuhlzugang ist vorhanden, bitte vorher anrufen, 040 - 838 – 2617. Für den Fall, dass weitere Unterstützung benötigt wird, bitten wir um Benachrichtigung an info@umdenken-boell.de

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg