Iss was?

Iss was?

Die Zukunft der Fleischproduktion in Deutschland

Fleisch hat derzeit einen schlechten Ruf in Deutschland. Immer mehr Menschen möchten wissen, wie das Fleisch, das sie essen, hergestellt wird, welche Auswirkungen die Fleischproduktion auf Umwelt, Gesundheit und globale Gerechtigkeit hat und wie die Tiere, von denen Fleisch und Wurst stammen, gehalten werden. Mehr als 80 Prozent der Deutschen sind bereit, höhere Preise für Fleisch und Wurst zu zahlen, wenn sie dadurch zu besseren Haltungsbedingungen der Tiere beitragen und reduzieren ihren Fleischkonsum.

Doch trotz dieser sich wandelnden gesellschaftlichen Ansprüche an die Tierproduktion und trotz der geringen Preise auf dem Weltmarkt werden immer neue Ställe genehmigt. Die Bundesregierung und die Fleischindustrie setzen auf eine Ausweitung der Fleischproduktion und eine stärkere Exportorientierung.

Wie können politische Antworten aussehen, die die Fleischwirtschaft in eine gesellschaftlich akzeptierte Richtung lenken? Welche politischen Visionen und Strategien für eine Fleischwirtschaft in Deutschland gibt es, die nicht nur Tierwohl und faire Preise für Bauern, sondern auch die Klimarelevanz und globale Gerechtigkeitsaspekte des Sektors adressieren?

Es diskutieren:

  • Prof. Harald Grethe, Universität Hohenheim und Mitautor des Gutachtens: Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung in Deutschland
  • Reinhild Benning, German Watch, Sprecherin des Bündnisses „ Wir haben Agrarindustrie satt“
  • Martin Schulz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Neulandbauer