Ist das noch Kunst? Kunst zwischen Autonomie und politischer Agitation

Ist das noch Kunst? Kunst zwischen Autonomie und politischer Agitation

Jahresabschlussveranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.
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Angesichts einer Welt, in der die Realität unerträglich ist, drängen weite Teile zeitgenössischer Kunst ins Politische. Im Rahmen des Kunstfestes Weimar wurde dieses Jahr die Alternativlosigkeit der Kombination von Demokratie und freier Marktwirtschaft in Frage gestellt und als das wohl bekannteste Kollektiv politischer Aktionskunst in Deutschland befeuert das Zentrum für politische Schönheit mit seinen Provokationen die Diskussion um die Grenzen zwischen Politik und Kunst.

Während die einen Einmischung in die politische Realität fordern, befürchten andere eine Bevormundung der Betrachtenden und sehen die Freiheit der Kunst in Gefahr. Die Diskussion wird mit einer Vehemenz geführt, dass sich die Frage stellt, ob sich in dem Verhältnis zwischen Politik und Kunst ein Paradigmenwechsel ankündigt oder gar bereits vollzogen hat.

Die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. und das Kunsthaus Erfurt laden Cesy Leonard (Chefin des Planungsstabs des Zentrums für Politische Schönheit) und Christian Holtzhauer (Künstlerischer Leiter des Kunstfestes Weimar) dazu ein, gemeinsam mit Ekkehard Knörer (Mitherausgeber der Zeitschrift MERKUR) die Grenzen zwischen autonomer Kunst und Kunst als politische Agitation auszuloten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kunsthaus Erfurt statt.

Veranstaltungsort: Kunsthaus Erfurt, Michaelisstraße 34, 99084 Erfurt http://www.kunsthaus-erfurt.de

Einlass: 19.45 Uhr