Konstruktiver Friedensjournalismus

Konstruktiver Friedensjournalismus

Vortrag von Charlotte Wiedemann

Medien übernehmen eine wichtige Rolle in der politischen Bildung der Bevölkerung. Je nach­dem wie berichtet wird, werden Themen in be­stimmter Weise gedeutet. Auf diese Weise tra­gen Medien zur Wirklichkeitskonstruktion bei. Beim Thema Krieg und Frieden ist es leider üb­lich, nach dem Motto „schlechte Nachrichten bringen Leser“ der Kriegsberichterstattung ge­genüber den Friedensberichten einen viel grö­ßeren Raum zuzuweisen und zudem in Feind­bildern zu denken. Auch in der Debatte über den Islam können wir ähnliche Strukturen er­kennen. Journalismus sollte aber nicht zu Vor­urteilen beitragen, son­dern den Blick erweitern. Leider sind Verein­fachung, Verzerrung und in­terkulturelle Vorurteile eher die Regel.

Charlotte Wiedemann ist eine erfahrene Aus­landsreporterin und politische Journalistin. Seit 2004 schreibt sie über islamische Lebens­welten auf verschiedenen Kontinenten, ihre Re­portagen und Essays erscheinen u.a. in der Zeit, in GEO und Le Monde Diplo­matique. Vor Ort untersuchte sie die Folgen des Arabischen Frühlings in Ägypten, Tunesien und Jemen. Charlotte Wiedemann unterrichtet Jour­nalismus und ist Mitglied im PEN.

Veranstaltungsort: Antikriegshaus Sievershausen | Kirchweg 4A | 31275 Lehrte-Sievershausen

Veranstalter*in: Antikriegshaus Sievershausen | Kirchweg 4A | 31275 Lehrte-Sievershausen