Konzernatlas

Konzernatlas

Vorstellung des Konzernatlasses mit David Greve, BUND

Felder, Tiere und Wiesen – die Bilder auf den Verpackungen der Lebensmittel lassen uns an bäuerliche Landwirtschaft, traditionelles Handwerk und an eine intakte Natur denken. Dass diese Bilder häufig mit der heutigen Landwirtschaft und mit der industriellen Lebensmittelherstellung rein gar nichts zu tun haben, wissen viele Menschen, und dennoch: Unsere Lebensmittel sind emotional mit diesen Bildern geradezu untrennbar verbunden – und nicht mit der Realität und Praxis weltweit agierender Konzerne.

Viele wissen nicht, dass weite Teile des Ernährungssektors zwischen wenigen Konzernen aufgeteilt sind. Und der Trend zur Machtkonzentration geht weiter. In den Ländern des Südens wächst die Mittelschicht und damit ändern sich auch die Konsum- und Ernährungsgewohnheiten. Es scheint gesichert, dass die Nachfrage nach verarbeiteten Lebensmitteln weltweit steigt.

Bürger und Bürgerinnen müssen die Ernährungspolitik mitbestimmen können. Weltweit aber erleben wir, dass demokratische Freiräume beschnitten werden.

Immer mehr Menschen organisieren sich und kaufen so ein, dass entlang der Wertschöpfungskette wieder Vielfalt entstehen kann. Um aber Hunger und Armut zu beenden und die Umwelt weltweit zu schützen, reicht das nicht aus. Der Rückzug der Politik aus der Wirtschaft ist ein wichtiger Grund für die heutigen kolossalen Klima- und Umweltschäden und für die globale Ungerechtigkeit.
Es ist höchste Zeit für eine sozial-ökologisch orientierte politische Regulierung der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Der Konzernatlas ist ein Kooperationsprojekt mehrerer Nichtregierungsorganisationen, unter anderem der Heinrich-Böll-Stiftung und dem BUND.

 

Der Atlas kann hier heruntergeladen oder bestellt werden.

Vorstelung des Atlasses in Leipzig:

1. August, 18:00 Uhr

Haus der Demokratie, Café

Bernhard-Göring-Straße 152

04277 Leipzig