Lesung und Gespräch Dienstag, 26. März 2019 /
Berlin

Matrosenruhe

Buchvorstellung und Gespräch zum Strafvollzug in Russland

Urheber/in: Federico Lancellotti. Public Domain.
Datum, Uhrzeit
Di., 26. März 2019,
18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Russisch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
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Wladimir Perewersin ist ein junger und erfolgreicher Bankmanager in Moskau, als er 2002 im Zuge der Jukos-Affäre plötzlich verhaftet wird. Als ehemaliger Angestellter des Ölkonzerns gerät er in die Mühlen des Prozesses gegen Jukos-Chef Michail Chodorkowski, den Perewersin nach dem Willen der Untersuchungsrichter mit Falschaussagen belasten soll. Er weigert sich. Schließlich wird er selbst zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Sieben Jahre verbringt Perewersin in Lagern und Gefängnissen, darunter im seit Sowjetzeiten berüchtigten Untersuchungsgefängnis »Matrosenruhe« in Moskau.

Nüchtern, reflektiert und überaus eindringlich schildert Wladimir Perewersin in seinem Buch seine Erfahrungen mit dem russischen Justizwesen und Strafvollzug. Sein sehr persönlicher Bericht gibt Einblick in ein zutiefst von Korruption und Willkür geprägtes System und zeigt zugleich auf, welche Strategien Gefangene und ihre Angehörigen entwickeln, um darin zu überleben.

Die bekannte Moskauer Journalistin Olga Romanova hat 2014 die Bürgerrechtsinitiative "Russland hinter Gittern" gegründet, die sich die Unterstützung von Strafgefangenen und ihrer Familien zur Aufgabe gemacht hat. Olga Romanova zählt zu den bekanntesten Streiterinnen für eine umfassende Reform des russischen Justizsystems.

Es besteht die Möglichkeit, das im auf deutsch erschienene Buch von Wladimir Perewersin im Rahmen der Abendveranstaltung zu erwerben. Auch kann man es im Internet bereits jetzt unter folgendem Link bestellen: Online-Kauf

Mit:

  • Wladimir Perewersin (Autor, Berlin)
  • Olga Romanova (Russland hinter Gittern, Moskau)

Moderation: Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung

Sprache: Russisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

Die Veranstaltung wird in beiden Sprachen per Livestream übetragen unter www.boell.de/livestream.

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Christoph Links Verlag.

Information: 
Nina Happe, Projektbearbeiterin Ost- und Südosteuropa, E-Mail, happe@boell.de, Telefon +49(0)285 34 - 384