Diskussion Dienstag, 06. November 2018 in
Berlin

Modernisiert sich Russland von unten?

Gesellschaftspolitische Initiativen auf kommunaler Ebene

Urheber/in: Mike Kononov. Public Domain.
Datum, Uhrzeit
Dienstag, 06. November 2018, 18.00 Uhr – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Russisch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Seit vielen Jahren schon gibt es Analysen und Debatten zum wachsenden Reform- und Modernisierungsdruck für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in Russland. Die russische politische Elite um Präsident Putin selbst verspricht immer wieder umfassende Programme zur Reform bzw. Modernisierung der Sozialsysteme, der Verwaltung und der Infrastruktur, zuletzt in der eher verunglückten Ankündigung einer als Reform kaschierten, langfristigen Rentenkürzung. Bislang scheinen die meisten Modernisierungsvorhaben „von oben“ weitgehend erfolglos geblieben zu sein, nicht zuletzt, weil die Furcht vor Macht- und Kontrollverlust der politischen und ökonomischen Eliten die größte Reformbremse darstellt.

Dennoch ist Russland in Bewegung. An vielen Orten, in vielen gesellschaftlichen Bereichen und zu unterschiedlichen Themen sind auch jenseits registrierter Nichtregierungsorganisationen in den letzten Jahren Initiativen entstanden, in denen sich Bürger/innen zur Lösung ökonomischer, ökologischer und sozialer Probleme zusammentun, sich in Stadtentwicklungsfragen einmischen und Druck auf die oft ineffizienten staatlichen Organe aufbauen.

Die Veranstaltung mit Gästen aus verschiedenen russischen Regionen stellt einige Initiativen vor und geht der Frage nach, ob es sich bei ihnen eher um eine Form erzwungener Subsistenz und Selbstorganisation im Angesicht eines zur Problemlösung unfähigen Staates handelt, oder ob von den verschiedenen Einzelinitiativen Impulse zur politischen und gesellschaftlichen Erneuerung ausgehen, die weit über das direkte Anliegen der Initiativen hinausreichen.

Sprache: Russisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

 

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde

 

Information:    
Nina Happe, Projektbearbeitung Ost- und Südosteuropa, Heinrich-Böll-Stiftung,
E-Mail,  happe@boell.de,  
Telefon +49 (0) 285 34 - 384

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.