TAGUNG: Nach dem Willkommen das Bleiben

TAGUNG: Nach dem Willkommen das Bleiben

Herausforderungen für die ehrenamtliche Unterstützung Geflüchteter in den Kommunen

 

Mit der Aufnahme Geflüchteter stehen die Kreise und Kommunen in Brandenburg vor zunehmend größeren Herausforderungen. Verstärkt engagieren sich zivilgesellschaftliche Akteure und ehrenamtliche Helfer/innen vor Ort für Flüchtlinge  und organisieren Unterstützung. Viele Bündnisse haben sich in den letzten Jahren gebildet, die im Lokalen eine viel beschworene Willkommenskultur gestalten. Ohne die Politik aus der Verantwortung zu nehmen: Auch in Zukunft werden die Kommunen auf die Arbeit dieser Initiativen nicht verzichten können. Es wird nicht mehr nur um Unterbringung und Versorgung, sondern auch um längerfristige Perspektiven und die Integration von Menschen gehen, die hier leben, arbeiten, an unserer Gesellschaft teilhaben und diese gestalten möchten.

Auf der Tagung wollen wir uns mit Themen und Fragen auseinandersetzen, die sich für ehrenamtlich Engagierte in den Kommunen ergeben. Was können ehrenamtliche Strukturen leisten? Wie können Engagierte besser durch Politik und Verwaltung unterstützt werden? Welche Angebote benötigen vor allem junge und minderjährige oder auch traumatisierte Geflüchtete? Wie kann eine Willkommenskultur entstehen, die auf das Bleiben der Geflüchteten abzielt?

Diese und weitere Fragen diskutieren wir unter anderem mit Referent/innen aus Politik, Wissenschaft und der praktischen Arbeit mit und für Geflüchtete.

Die Tagung richtet sich an Interessierte, ehrenamtlich engagierte Menschen und Akteure und Multiplikator/innen aus der Zivilgesellschaft, die eine Willkommenskultur in ihren Kommunen etablieren möchten und sich für die Integration Geflüchteter vor Ort einsetzen.

Für die Verpflegung wird ein Unkostenbeitrag von 15 Euro erhoben.

Ort: Potsdam Museum, Alter Markt, 14467 Potsdam

Die Tagung ist der Auftakt des Projektes „Cucha Cultural Challenges – Fairness und Verantwortung in unseren Kommunen“ der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg und wird gefördert aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union.

 

Programm
10:00    Begrüßung
Simone Klee, Team CUCHA, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

10:15    Vortrag
Perspektiven für Integration in den Kommunen.

Prof. Dr. Karen Schönwälder, Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften

11:00    Willkommensinitiativen in Brandenburg.  Eine Bedarfsanalyse
Judith Vey, Institut für Protest und Bewegungsforschung
Jörg Bindheim, Koordinator für Flüchtlingsfragen der Stadt Potsdam

12:00    Mittag

13:00    Themenblöcke: Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten.

13:00     Integration: Arbeitsmarkt und Sprache
Monika Kadur, Berlin Brandenburgische-Auslandsgesellschaft, BleibNet Brandenburg
Claudia Löwenberg, Brandenburgischer Volkshochschulverband

14:00     Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Max Ulrich, rbb Radio Fritz
Frauke Frehse-Sevran, GFB-Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH

15:00     Umgang mit Trauma in der Flüchtlingsarbeit
Elise Bittenbinder, Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. - BAfF e.V.

16:00     Politischer Kommentar
Ursula Nonnemacher, MdL, Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag

16:30     Ende