Nachbeben - Energiepolitik nach der Katastrophe von Fukushima

Nachbeben - Energiepolitik nach der Katastrophe von Fukushima

Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Am 11. März 2011 ereignete sich im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eine der größten nuklearen Katastrophen aller Zeiten. Das Ausmaß der Katastrophe, die radioaktiven Emissionen und die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt sind so massiv, dass der Unfall auf der höchsten Stufe der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse eingeordnet wurde. Bis dahin rangierte dort allein die Katastrophe von Tschernobyl.

Fast ein Jahr danach wollen wir mit japanischen, französischen und deutschen Gästen über die Folgen des Unfalls für Japan und die Welt diskutieren. Wie ist die Situation der Menschen vor Ort ist und wie entwickelt sich der japanische Anti-Atom-Protest? Gibt es in Japan Chancen für einen Ausstieg aus der Nuklearenergie? Dies erscheint zweifelhaft angesichts eines Energiegrundversorgungsplan, der bis 2030 den Bau von 14 neuen Atomkraftwerken vorsieht.

Wir wollen den Blick auch auf andere Länder richten: Wo und warum hat der Super-GAU in bestimmten Regionen zu einem Umdenken geführt? Wo und aus welchen Gründen halten Regierungen an der Atomkraft fest? Der Blick geht auch zum Vorreiter Deutschland: Funktioniert der Ausstieg vom Ausstieg und die beschleunigte Energiewende? Wo sind insbesondere die Widersprüche und Konflikte auch in der „grünen community“? Letztlich sollen Strategien erörtert werden, wie ein Atomausstieg und eine Energiewende weltweit herbeigeführt werden kann.

Vor dem Podiumsgespräch zeigen wir den Dokumentarfilm „Radioactivist- Protest in Japan seit Fukushima“ von Julia Lese und Clarissa Seidel.