Nationalpopulismus als Alternative?

Nationalpopulismus als Alternative?

Die neuen rechten Bewegungen und ihr Gesellschaftsbild

Als mit der Euro-Krise und der zunehmenden Zahl ankommender Flüchtlinge Europa in eine eklatante Krise geriet, meldeten sich am rechten Rand Bewegungen, die „Grenzen und Schlagbäume“ als Parole ausgaben. Der eigenständige deutsche Nationalstaat sollte wieder stärker zur Geltung kommen und sich Kompetenzen zurückholen, die auf die europäische und internationale Ebene übertragen worden waren.

Seither propagieren die Alternative für Deutschland und Pegida ein rückwärtsgewandtes Weltbild. Vorstellungen darüber, wie Deutschland in den 1950er oder 1960er angeblich gewesen sei, dominieren die Zukunftshoffnungen dieser Nationalpopulisten. Inzwischen hat sich die AfD radikalisiert, der offen rechtsextreme Flügel nimmt eine immer stärkere Position ein und dominiert ganze Landesverbände. Ihr Gesellschaftsbild bleibt dabei im Wortsinne „reaktionär“.

Aus welchen Quellen bedient sich dieses Gesellschaftsbild? Welche Gesellschaftsschichten werden davon angesprochen?

Mit:

  • Dr. Gideon Botsch, Privatdozent und Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus (EJGF) am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam

Moderation:

  • Dr. Marianne Zepp, Referentin für Zeitgeschichte, HBS

Fachkontakt: Dr. Marianne Zepp, zepp@boell.de