The next revolution will not be funded

The next revolution will not be funded

Podiumsdiskussion

Öffentliche Abendveranstaltung im Rahmen der Konferenz „radius of art: Kreative Politisierung des öffentlichen Raums / Kulturelle Potenziale für soziale Transformation“ (8./9. Februar 2012, Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung)

Erfahrungen aus internationalen Kunst- und Kulturprojekten zeigen deren Relevanz für Demokratisierung und die Entwicklung von Zivilgesellschaften. Tatsächlich gibt es zahlreiche Förderprogramme, die auf der Suche nach „objektiven Kriterien“ eine vorgegebene Wirkung der geförderten Kunst in den Mittelpunkt ihrer Argumentation stellen.

Wir fragen: Geht es immer weniger um eine Kunst, für die – im Sinne einer sich als revolutionär verstehenden, unvollendeten Moderne – das Publikum erst noch erfunden werden muss? Fördern wir stattdessen eine Kunst, die scheinbar politisch korrekt und pädagogisch überfrachtet versucht, ihrem imaginierten Publikum entgegenzukommen? Und hätte das zur Folge, dass wichtige, aber „unbegreifliche“ Kunstprojekte durch die Raster von Förderstrukturen und Medien fallen?

Die Referent/innen werden sich auf die aktuelle „global-westliche“ Kunstproduktion und ihre Rezeption beziehen – und dabei auch historische Positionen aus heutiger Perspektive neu verhandeln.

Im Gespräch:

Keynote:
Prof. Dr. Sarat Maharaj (Goldsmiths College, London/Kunstakademie Malmö, Universität Lund)
Diedrich Diederichsen (Akademie der bildenden Künste, Wien)
Ruth Wilson Gilmore (Graduate Center of the City University, New York)
Simon Thompson (Wiels, Brüssel)

Moderation:
Gertrud Sandqvist (Kunstakademie Malmö, Universität Lund)

Konzept und Koordination:
Jürgen Bock (Maumaus School of Visual Arts Lissabon)