„O mother, where art thou?“

„O mother, where art thou?“

(Queer-)Feministische Perspektiven auf Mutterschaft und Mütterlichkeit

Ort: Frauen*bildungszentrum, Oskarstr. 1, Dresden

Welche Frau kennt sie nicht, die täglichen Diskussionen über Sorge- und Pflegearbeit? Wer soll sie erledigen und warum meistens die Frau? Begründet wird die Entscheidung häufig mit einer quasi naturgegebenen Veranlagung der Frau für Einfühlungsvermögen, Geduld und emotionale Nähe zu Kindern oder älteren Menschen. Selbst wenn sie beruflich voll eingebunden sind, wird mütterliches Umsorgen von Frauen erwartet. Als ursächlich wird dafür gern die alleinige Fähigkeit zum Gebären und Stillen herangezogen. Diese Zuschreibung von Charaktereigenschaften und weiblich gelesenem Körper gilt es zu entkoppeln. Dennoch bleibt es weiterhin eine feministische Frage, was es bedeutet, eine Mutter zu sein – sowohl biologisch als auch sozial.
Die Herausgeberinnen des Sammelbands „O mother, where art thou?“ werden anhand der dort erschienenen, sehr verschiedenartigen Artikel ihre Kritik an heteronormativen und misogynen Geschlechterverhältnissen ausdrücken und Verknüpfungen zu früheren Frauenbewegungen und (Widerstands‐)Praktiken aufzeigen. Aktuelle Debatten um Care Work, Reproduktion, queer politics und vertikale, weibliche Beziehungen werden in diesem Band anhand des nur scheinbar veralteten Begriffs der Mutter gebündelt, um ihn als Brennpunkt feministischer Auseinandersetzung zu nutzen.
Mit Beiträgen unter anderem von Dorothee Beck, Sarah Diehl, Sabine Dreßler, Judith C. Enders & Mandy Schulze, Bettina Haidinger, Gisela Notz, Akilah S. Richards, Sarah Speck, Tove Soiland und Ann-Madeleine Tietge.
(Queer-)Feministische Perspektiven auf Mutterschaft und Mütterlichkeit Maya Dolderer, Hannah Holme, Claudia Jerzak, Ann-Madeleine Tietge (Hrsg.)
Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2016

Im Anschluß: Küche für Alle

Mehr unter: www.frauenbildungszentrum-dresden.de