Gespräch Freitag, 14. September 2018 in
Berlin

Offene Geheimnisse

Wie sich das Apartheidsregime am Leben erhielt und wer davon profitierte

Urheber/in: open secrets. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Freitag, 14. September 2018, 19.30 Uhr – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Englisch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Wer unterstützte heimlich das letzte weiße Regime in Südafrika und profitierte von ihm? Das Buch Apartheid, Guns and Money räumt auf mit dem Mythos, dass die Apartheid in Südafrika unrentabel gewesen sei. Es liest sich wie ein Krimi, beschreibt jedoch die Realität von Wirtschaftsverbrechen, die das rassistische System am Leben hielten: Als das Apartheitsregime in den 1970er und 1980er Jahren zunehmend unter Druck geriet, errichtete es ein globales Korruptionsnetzwerk, das fast 50 Nationen umspannte; darunter Akteure in West- und Ostdeutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg.

Drahtzieher in Regierungen, Geheimdiensten, Firmen, und Banken halfen mit, die internationalen Sanktionen gegen die südafrikanische Regierung zu unterlaufen, lieferten Waffen und wuschen Geld. Dabei kassierten sie selbst kräftig mit. Whistleblower wurden zum Schweigen gebracht oder ermordet. Diese Verbrechen wurden nie aufgearbeitet, aber sie werfen einen langen Schatten auf die staatlichen Institutionen Südafrikas, die bis heute an endemischer Korruption leiden.

Jahrelange Archivarbeit in acht Ländern, enthüllte Geheimdokumente und Interviews werfen erstmalig Licht auf prominente Staatsmänner, Waffenhändler, Aristokraten, Senatoren, Banker, Spione und geheime Lobbygruppen, die an einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt waren. Viele betreiben bis heute unbehelligt weiter ihre korrupten Geschäfte. Die vom Autor Hennie van Vuuren gegründete Organisation „Open Secrets“ fordert für diese Verbrechen Rechenschaft ein, auch in Europa, und, wenn nötig, vor Gericht.

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe Reflections des Internationalen Literaturfestivals Berlin.

Mit:

  • Hennie van Vuuren, Autor, Kapstadt
  • Wolfgang Kaleck, Gründer und Generalsekretär des European Center for Constitutional and Human Rights -ECCHR, Berlin
  • Layla Al-Zubaidi, Direktorin, Regionalbüro der Heinrich-Böll-Stiftung, Kapstadt

Veranstaltungsort:

Haus der Berliner Festspiele / Gartenbühne
Schaperstr.24
10719 Berlin  

Sprache: Englisch ohne Übersetzung

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Internationalen Literaturfestival Berlin.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Information:       
Beate Adolf
Programmkoordinatorin Afrika
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail: adolf@boell.de
Telefon: +49(0)285 34 -340