Open Aid Data Konferenz

Open Aid Data Konferenz

Transparenz und offene Daten für mehr Wirkung in der Entwicklungszusammenarbeit

Internationale Tagung mit Hackday und Schulungsangebot zu Datenanalyse und -quellen

Transparenz ist eine wichtige Bedingung für wirksame Entwicklungszusammenarbeit. Vielfach besteht jedoch Unsicherheit, was Transparenz genau bedeutet. Auf dem High Level Forum in Accra 2008 wurde die International Aid Transparency Initiative (IATI) ins Leben gerufen, um einen internationalen Datenstandard zu schaffen und Daten öffentlich zugänglich zu machen.

Damit ist in der Entwicklungszusammenarbeit ein wichtiger Schritt hin zu offenen Daten getan worden. Die `open data`- Initiative der Weltbank, der FAO und einiger bilateraler Geber bestätigen den Trend hin zu offenen Daten, der auch in anderen Sektoren beobachtet wird. So treibt beispielsweise die EU-Kommission die Nutzung offener Daten in den EU-Mitgliedsländern stark voran.

In der konkreten Arbeit staatlicher Geldgeber und Nichtregierungsorganisationen wird das Thema Transparenz ambivalent gesehen. Kosten, Risiken und der praktische Nutzen von mehr und offeneren Daten werden zum Teil kontrovers diskutiert. Die Open Aid Data Konferenz in Berlin möchte die Diskussion um offene Daten in der Entwicklungszusammenarbeit allgemein und um IATI im besonderen konstruktiv anregen.

Experten aus Wissenschaft und Praxis werden in die Themen Transparenz und offene Daten in der Entwicklungszusammenarbeit und in anderen Sektoren einführen. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Diskussion um die praktische Umsetzung von Transparenzmaßnahmen, ihre Kosten und Nutzen anhand konkreter Beispiele.

Unter anderem wird AidData ihre Arbeit zur Nutzung geographischer Daten für die Einwerbung von Geldern und für die Policy Analyse darstellen. AKVO aus den Niederlanden wird ihre Zusammenarbeit mit niederländischen NGOs und dem niederländischen Außenministerium präsentieren, um Projektinformationen zu visualisieren und um die Feedbackprozesse auf Projektebene zu fördern. ActionAid Nepal wird über konkrete Maßnahmen berichten, wie sich Transparenz und Rechenschaftslegung gegenüber den Empfänger von Entwicklungshilfe verbessern lassen.

Die Konferenz wird ergänzt durch eine Schulung in Datenanalyse und Datenquellen der britischen NGO aidinfo und durch einen Hackday - einen Workshop für Programmierer - zurNutzung bereits bestehender Datenquellen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Mit:

  • Thomas Bjelkeman-Petterson, Director, AKVO, Den Haag, Niederlande
  • Prof. Peter Eigen, Mitbegründer von Transparency International und Extractive Industries Transparency Initiative (EITI), Berlin, Deutschland
  • Dr. Jörg Faust, Leiter Abteilung III Governance, Staatlichkeit, Sicherheit, Deutsches Institut für Entwicklungpolitik (DIE), Bonn, Deutschland
  • Prasanna Lal Das, Senior Program Officer, The World Bank Group, Washington, USA
  • Anna Lauridsen, Development Gateways, Brüssel, Belgien
  • Ronald Siebes, Bureau of Aid Effectiveness, Dutch Ministry of Foreign Affairs, Den Haag, Niederlande
  • Dr. Fola Yahaya, Wirtschaftsberater der UN und der Weltbank, London, GB