-verschoben auf Herbst- Planspielworkshop zum aktuellen Syrienkonflikt

-verschoben auf Herbst- Planspielworkshop zum aktuellen Syrienkonflikt

Der dreitätige Workshop, durchgeführt von CRISP e.V.und Alsharq e.V., beschäftigt sich mit den aktuellen Entwicklungen in Syrien, und versucht auf Basis eines realitätsnahen aber fiktiven Szenarios ein besseres Verständnis für die Situation vor Ort zu schaffen. Durch das Planspiel werden Akteurskonstellationen transparent gemacht und mögliche Lösungsansätze erörtert.

Die Situation in Syrien ist geprägt von unterschiedlichen Konfliktlinien, einer Vielzahl von internen und externen Akteuren, häufig wechselnden Allianzen und sich widersprechenden Interessen. Zwar ist der Konflikt nach wie vor virulent, allerdings hat das Thema in der deutschen Öffentlichkeit angesichts der Flüchtlingsthematik deutlich an Präsenz verloren. Dies liegt nicht zuletzt an der obenbeschriebenen Unübersichtlichkeit der Situation. Für viele Menschen bleibt der Konflikt in Syrien eine Blackbox, die sich einem tiefergehenden Verständnis entzieht. Das Planspiel setzt hier an, und versucht Licht in das Dunkel des Konfliktes zu bringen.

Das Planspiel simuliert eine fiktive Konferenz, bei der Akteure einer Region Syriens einen lokalen Friedensvertrag aushandeln sollen. Hierbei sitzen neben innerstaatlichen Akteuren auch Vertreter_innen bewaffneter Gruppen, zivilgesellschaftliche Akteure sowie die relevanten externen Akteure am Verhandlungstisch. Während der Verhandlungen wird deutlich wo die Konfliktlinien liegen, welche Bedürfnisse handlungsleitend sind, welche Aspekte zu einer weiteren Eskalationführen können, aber auch wo es Raum für Lösungsansätze gibt. Im Vordergrund steht hierbei nicht so sehr das konkrete Ergebnis der Konferenz, sondern vielmehr der Verhandlungsprozess als solcher, und das Verständnis welche Akteure welche Strategien verfolgen und warum.

Das Hauptziel des Workshops ist es damit, das Bewusstsein und das Verständnis der Teilnehmenden über den Konflikt in Syrien zu verbessern. Auch die Rolle externer Akteure soll hier beleuchtet werden, um so die Möglichkeit zu bieten, über die Handlungsoptionen deutscher Außenpolitik zu reflektieren.

Nicht zu zuletzt geht es auch darum zu verstehen, welche Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen haben, welche Akteure sie jeweils unterstützen und warum. Letztlich entsteht dadurch auch ein besseres Verständnis für die Situation der Geflüchteten wodurch ein besseres Zusammenleben in Deutschland ermöglicht wird.

Trotz der scheinbar aussichtlosen Situation bietet das Planspiel auch die Möglichkeit über Lösungsansätze zu reflektieren. Was wären die notwendigen Bedingungen hierfür? Welche Akteure müssen einbezogen werden? Wie könnte eine Nachkriegsordnung in Syrien aussehen?

Zielgruppe:
25 Teilnehmende aus Berlin. Das Seminar richtet sich allgemein an alle, die an der Thematik interessiert sind. Mindestalter sind 18 Jahre. Der Workshop richtet sich insbesondere an Akteure der politischen Bildungsarbeit und Personen, die sich derzeit beruflich/ehrenamtlich mit der Thematik in Berlin auseinandersetzen.

Workshop-Zeiten:
Freitag: 23.06.2017 10:00-17:30
Samstag: 24.06.2017 10:00-17:30
Sonntag: 25.06.2017 10:00-17:30

ReferentInnen:

Amina Nolte: aktiv im Verein Alsharq e.V., der sich durch politische Bildungsarbeit für eine kritische und informierte Diskussion zur Situation im Nahen und Mittleren Osten einsetzt. Promovierende im Fach Soziologie und aktiv in der Unterstützungsarbeit für Geflüchtete in Deutschland.

Florian Dunkel: Vorstands- und Gründungsmitglied von CRISP e.V., der im Bereich der Konflikbearbeitung im Ausland und der politischen Bildungsarbeit im Inland aktiv ist, und hierfür die Methode Planspiel nutzt.

Dies ist eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.
Sie wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Der Workshop ist kostenfrei. Getränke und Kekse werden gereicht. Mittagsverpflegung ist nicht inkludiert.

Infos im Bildungswerk: Birgit Guth, guth@bildungswerk-boell.de

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.