Postwachstums-Politiken in Zeiten von Rechtspopulismus

Postwachstums-Politiken in Zeiten von Rechtspopulismus

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Zunehmender Rechtspopulismus bedroht hierzulande und in unseren Nachbarländern demokratische Errungenschaften und das europäische Projekt. Auf der anderen Seite des Atlantiks setzt Donald Trump populistisch seine abstrusen Wahlversprechen in die Tat um. Einfache Lösungen auf die komplexen Probleme unserer Zeit scheinen großen Anklang zu finden.

Doch gerade in Zeiten wie diesen werden neue, progressive und emanzipatorische Ideen für unsere Gesellschaft gebraucht. Die Erfahrungen des letzten Jahrzehnts und aktuelle Analysen zeigen: Mehr Wirtschaftswachstum kann nicht mehr die Antwort auf die Krisen unserer Zeit liefern. Im Gegenteil, es schafft problematische Abhängigkeiten und Machtverhältnisse sowie sozial und ökologisch unhaltbare Zustände. Doch wie sehen alternative Wege aus? Welche Vorschläge für eine Wachstumswende werden in Politik und Zivilgesellschaft weltweit diskutiert? Wie können demokratische, sozial-gerechte und ökologische Alternativen gefördert werden?

Im Rahmen von Keynotes, fünf Workshops und einer Podiums- und Fishbowl-Diskussion (die auch unabhängig vom Nachmittagsprogramm besucht werden kann) thematisiert die Konferenz u.a. folgende Fragen:

- Inwiefern kann die Krise des wachstumsfixierten Wirtschaftsmodells als eine der Ursachen für den Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa und den USA betrachtet werden?

- Was bedeutet der zunehmende Rechtspopulismus für die Chancen einer ambitionierteren Klima- und Ressourcenpolitik?

- Welche Alternativen kann eine Postwachstumspolitik und -wirtschaft dem Rechtspopulismus entgegensetzen?

- Wie begegnen wir der Vereinnahmung wachstumskritischer Positionen durch Rechtspopulist/innen?

Das Projekt »Fokus Wachstumswende« arbeitet im Rahmen des Netzwerks »Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität« mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Medien an konkreten Politikvorschlägen auf dem Weg in eine Postwachstumsgesellschaft sowie an Strategien für deren Verbreitung in Öffentlichkeit und Politik. Ein daraus entstandenes Diskussionspapier soll auf der Konferenz vorgestellt und weiteren Perspektiven auf dieses Thema Raum gegeben werden. Gemeinsam soll eine demokratische, sozial-gerechte und ökologische Wachstumswende politisch vorangebracht werden.

Anmeldung:
Die Veranstaltung ist leider schon ausgebucht.

Kontakt: info@fokus-wachstumswende.de

Dieses Projekt wurde gefördert durch das UBA und das BMUB.

Programm

14:00 – 14:30 Uhr: Kaffee und Anmeldung

14:30 Uhr – 15:30 Uhr: Auftaktpanel: Begrüßung und Keynotes von

  • Prof. Dr. Reinhard Loske (Professor für Nachhaltigkeit & Transformationsdynamik, Uni Witten)
  • Prof. Dr. Silke van Dyk (Professorin für Politische Soziologie, Uni Jena)

15:30 – 16:00 Uhr: Kaffeepause

16:00 - 18:00 Uhr: Workshops

  • „Postwachstum & die soziale Frage - Zivilgesellschaftliche Bündnisse mit Gewerkschaften und Sozialverbänden“ (mit Theresa Klostermeyer, DNR)
  • „Politik ohne Wachstum - politische Handlungsoptionen aus Postwachstumsperspektive“ (mit Dr. Steffen Lange, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung & Kai Kuhnhenn, Konzeptwerk Neue Ökonomie)
  • „Postwachstum und Rechtspopulismus: Natürliche Feindschaft oder heimliche Nähe?“ (mit Dr. Dennis Eversberg, Postwachstums-Kolleg Uni Jena)
  • „Crashkurs Degrowth für Journalist_innen“ (mit Anja Humburg, Journalistin)
  • „Die nervöse Republik“ (Runder Tisch mit Jan Feddersen & Nina Apin, taz.meinland)

18:00 – 19:00 Uhr: Fingerfood & Getränke

19:00 – 21:00 Uhr: Fishbowl-Diskussion

  • Prof. Dr. Ulrich Brand (Professor für internationale Politik, Uni Wien)
  • Prof. Dr. Silke van Dyk (Professorin für Politische Soziologie, Uni Jena)
  • Dr. Friederike Habermann (freie Wissenschaftlerin und Buchautorin, Volkswirtin und Historikerin)
  • Barbara Unmüßig (Mitglied im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung)
  • Moderation: Prof. Dr. Hermann E. Ott (Wuppertal Institut, Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde​)

21:00 – 21:30 Uhr: Getränke & Gespräche